Streik!

Die hinter uns liegenden vier KV-Verhandlungsrunden Metall waren eine einzige Frotzelei. Mit den heute Mittwoch begonnenen 50 und Donnerstag und Freitag nochmals auf 300 zusätzliche Betriebe weiter ausgedehnten Warnstreiks haben die Beschäftigten und Gewerkschaften denn auch die Schlagzahl erhöht.

Unter den Arbeitenden gärt es. Entsprechend groß ist auch die Kampfbereitschaft unter den Beschäftigten. Das widerspiegelte sich auch in den gut besuchten BetriebsrätInnen-Konferenzen und der Bereitschaft wichtiger Sektoren, auf die Sekunde die Speerspitze des Arbeitskampfes zu bilden.

Dementsprechend können die jetzigen Warnstreiks nur ein erster Schritt sein und dürfen nicht wieder – ähnlich den zumindest vielfach bereits zum bloßen Ritual erstarrten BR-Konferenzen, Betriebsversammlungen und wiederkehrenden Fotoaktionen – zum bloßen säbelrasselnden Faustpfand der Verhandlungsmasse werden, bevor seitens der Gewerkschaftsspitzen dann „sozialpartnerschaftlich“ eingelenkt und zum Halbpreis abgeschlossen wird.

Mit einem solchen sattsam bekannten Zurückschrecken der Gewerkschaftsspitzen, den Arbeitskampf tatsächlich aufzunehmen und in aller Entschlossenheit und Konsequenz bis zum erreichbaren Erfolg zu führen, bringen sich die Gewerkschaften nicht nur um tatsächlich substanzielle Abschlüsse und ihre Schlagkraft, sondern zermürben die Gewerkschafs-Oberen zugleich die Kollegen und Kolleginnen mehr und mehr und verwässern die hohe Kampfbereitschaft der Beschäftigten sowie die jetzigen Warnstreiks. Und degradieren darüber hinaus das Engagement und den Einsatz hunderter und tausender KollegInnen weitgehend zu einem „sozialpartnerschaftlichen“ Manöver einer bloßen Verhandlungsmasse.

Was Wunder, dass sich so der notwendige Druck auf die Arbeitgeber nur bedingt entfalten lässt. Würden wir hingegen den nächsten Schritt setzen und die Auseinandersetzung den Gegebenheiten entsprechend je weiter verschärfen, ließe sich die Auseinandersetzung tatsächlich zu einem erreichbaren, substanziellen Erfolg führen.

Vor genau 10 Jahren wurde auf Boden solch in Österreich selten geführter Streikauseinandersetzungen und Arbeitsniederlegungen in der Metallindustrie so noch eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 4,2%, und der unteren Einkommen von 5,3% durchgesetzt.

Und entgegen ihres selbstgefälligen Gehabes, zittern die Unternehmervertreter heute noch vielmehr davor, die Bänder und Maschinen könnten ernstlich stillstehen und die Lieferverpflichtungen der vielfach `Just in Time´ produzierenden und gebundenen Industriebranche, zumal gegenwärtig, nicht eingehalten werden.

Eine 5. Runde ist noch nicht terminisiert. Lenken die Wirtschaftsvertreter nicht auf unsere Forderungen ein, gilt es die erforderliche Dynamik zu entfalten und weiter die Kampfmaßnahmen nochmals auszuweiten und zu forcieren.

  • Bereiten wir dem FMTI, den Unternehmern und Konzernbossen mit Start heute einen heißen Herbst!
  • Kein Zurückweichen hinter unsere Forderungen, kein Abrücken von unseren Kampfzielen!
  • Keine faulen Kompromisse!
  • Kein Abschluss ohne uns – wir wollen selbst darüber entscheiden, ob wir mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden sind und zustimmen oder weiterkämpfen wollen!

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