
Arbeiterbewegung, Gewerkschaften und die Linke – Krieg und Frieden IV
Wie schon in Teil III im Zusammenhang mit Karl Liebknechts Antizipation der sprunghaften Entwicklungen der „Mordtechnik“ bis zu einem Punkt der theoretischen Möglichkeit einer „Selbstvernichtung des Menschgeschlechts“ kurz angedeutet, war es zunächst Friedrich Engels, der den Stand der neuen Waffentechnik und Kriegstechnologie Ende des 19. Jh. und dem seit der Boulangerkrise 1888 in der internationalen Arbeiter:innenbewegung befürchteten Ausbruch eines „Weltkriegs“ vertieft reflektierte – und vor diesem Hintergrund zu seinem Lebensende hin das Denken zu Krieg- und Frieden nochmals weiter vorantrieb. Parallel zu Engels Denkanstrengung angesichts des Horrors eines drohenden Weltkriegs, kam erschwerend zugleich der Opportunismus auf, der bis heute lehrreichen Kontroverseren und Auseinandersetzungen hervorrief, die sich mit dem Sündenfall der führenden Sozialdemokratie und Gewerkschafen im Ersten Weltkrieg nochmals weiter eklatierte.










