KOMintern:
Sammelpunkt des Widerstands & Motor des Klassenkampfs!
Pol der internationalen Solidarität!

Es ist entscheidend, die kritische Stimme an der Basis, die konsequenten Klassenkräfte zu stärken und eine kämpferische Perspektive von Unten zu eröffnen.

Neueste Beiträge

Grausame Kolonialkriege und Staatsverbrechen unter der Trikolore wie Banner der EU

Heute jährt sich die die Pariser Mordnacht vom 17. Oktober 1961, jenes rassistische und koloniale Massaker inmitten Europas, die die „Wertewestler“ – sofern sie davon überhaupt Kenntnis nehmen –, in ihrem grotesken Selbstbewusstsein noch nie irritiert hat. Es ist freilich eine erhabene Mär: die Gründung der Europäischen Gemeinschaft 1957 als „Friedensprojekt“. Sie ignoriert nur, wie die Pariser Blutnacht vor 65. Jahren an ihrem heutigen Jahrestag in Erinnerung ruft, die mörderischen Kolonialkriege Frankreichs und anderer EU-Mitgliedsstaaten, die diese außerhalb Europas führten und führen. Im kollektiven Bewusstsein des Westens daher weitgehend erfolgreich getilgt, hat alleine Frankreich über seinen grausamen Kolonialkrieg gegen Algerien 1954 – 1962, seit der Unabhängigkeit seiner afrikanischen Kolonien in diesen seither rund sechzig Mal militärisch interveniert. Statistisch also ziemlich genau einmal pro Jahr.

weiterlesen

14.10. Themenabend: Streiks gegen Militarisierung

Am 30.10. streiken in ganz Europa Hafenarbeiter:innen gegen Krieg & Militarisierung. Beschäftigte von mehr als 40 Häfen rufen zum Kampf auf, u.a. beteiligte Gewerkschaften: CGT (Frankreich), ENEDEP (Griechenland), Liman-Iş (Türkei), USB (Italien).

Wir beleuchten die Hintergründe, diskutieren Solidaritätsaktionen von Österreich aus und schalten live Beteiligte aus dem Hamburger Hafen und von der Gewerkschaft Limter-Iş aus der Türkei online zu.

Mittwoch 14. Oktober, 18:30, Verein Jelka
Ottakringer Str. 157 / Ecke Hettenkofergasse, Wien

weiterlesen

Weitere Beiträge

Schüler:innen-Proteste in Frankreich: Der Staat gegen seine Kinder

Frankreich steht zurzeit ganz im Zeichen der Schülerproteste gegen die verheerenden Zustände im neoliberal zugrunde gewirtschafteten Bildungswesen der Grande Nation, zumal in den Banlieues, die die Schüler der Grande Nation auf die Barrikaden gehen lässt. Das politische Personal des bald abdankenden neuen „Sonnenkönigs“ unter dem Eifelturm, Emmanuel Macron, reagiert mit massiver Polizeigewalt, Massenverhaftungen tausender Jugendlicher, Rassismus und Verleumdungen – unterstützt und befeuert von der Rechten des Landes. Unter gewerkschaftlichem Blickwinkel ermutigend und zu Österreich unvergleichlich, ist indes die Haltung der Gewerkschaften, die sich, allen voran die CGT, ebenso wie die Linksparteien LFi und PCF aktiv an die Seite der Schüler stellen, sich an den Demonstrationen mitbeteiligen und sich immer wieder zwischen diese und die Polizei schoben und schieben, um der schockierenden Polizeigewalt und den Repressionen gegen die zumeist noch Minderjährigen entgegenzutreten.

weiterlesen

Inflation: Margenerhöhungen der Mineralölkonzerne steigern Inflationsrate um 0,8 Prozentpunkte

Die Inflationsrate in Österreich ist auf 3,6 Prozent gestiegen, vor allem durch höhere Preise für Benzin, Diesel und Heizöl. Das „Momentum Institut“ hat berechnet, dass allein 0,8 Prozentpunkte der September-Inflationsrate durch die Margensteigerungen der Mineralölkonzerne zustande kommen, und empfehlen deshalb stärkere Margeneingriffe, so Leonard Jüngling in seinem jüngsten, hier wiedergebenen Kommentar zur hartnäckigen bzw. wieder anziehenden Inflation.

weiterlesen

Rettung durch Rüstung? Zum Verkauf von VW Osnabrück

Osnabrück war lange „Autostadt“, erst mit Karmann, dann mit Volkswagen. 2027 wird damit Schluss sein – 125 Jahre nach der ersten Karosserie für die Bielefelder Dürkopp-Werke läuft der letzte T-Roc-Cabrio vom Band. Statt Autos werden dann Raketenabwehrsysteme und andere Rüstungsgüter die Werkhallen verlassen. – So Achim Bigus, langjähriger IG Metall-Vertrauenskörperleiter bei VW Osnabrück, in einem aktuellen „unsere-zeit“-Kommentar zum Verkauf des Werks, den wir hier mit freundlicher Genehmigung des Autors übernehmen.

weiterlesen

Neuer Angriff: Unsere Pensionen in Gefahr

Schon im Vorfeld der Regierungsbildung ploppt auch die Pensionsdebatte wieder stärker auf und ebbt seither auch nicht mehr ab. Im Gegenteil nimmt die Forderung nach einer weiteren Erhöhung des Pensionsantrittsalters immer stärker an Fahrt auf. Darin eingeordnet sprach sich gerade auch WIFO-Chef Gabriel Felbermayr für die Erhöhung des Pensionsantrittsalters von 65 auf 67 Jahre aus. Dabei sind die stetig getrommelten Verunsicherungen der ökonomischen und demografischen Pension-Alarmisten und Schwarzmaler, die in einem fort die Pensionsausgaben dramatisieren und hinsichtlich der langfristigen Finanzierbarkeit des Pensionssystems von einem „unweigerlich drohenden Pensionskollaps“ schwadronieren, schlicht Humbug.

weiterlesen

28.9.: Arbeitskämpfe im Bildungsbereich

Bildung ist kein neutraler Raum – sie war und ist immer auch ein Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Anlässlich der 200. Ausgabe der „schulhefte“ laden wir herzlich zur Präsentation der Jubiläumsnummer ein, die sich den historischen und aktuellen Arbeitskämpfen im Bildungsbereich wid-met.

weiterlesen

Arbeiterbewegung, Gewerkschaften und die Linke – Krieg und Frieden IV

Wie schon in Teil III im Zusammenhang mit Karl Liebknechts Antizipation der sprunghaften Entwicklungen der „Mordtechnik“ bis zu einem Punkt der theoretischen Möglichkeit einer „Selbstvernichtung des Menschgeschlechts“ kurz angedeutet, war es zunächst Friedrich Engels, der den Stand der neuen Waffentechnik und Kriegstechnologie Ende des 19. Jh. und dem seit der Boulangerkrise 1888 in der internationalen Arbeiter:innenbewegung befürchteten Ausbruch eines „Weltkriegs“ vertieft reflektierte – und vor diesem Hintergrund zu seinem Lebensende hin das Denken zu Krieg- und Frieden nochmals weiter vorantrieb. Parallel zu Engels Denkanstrengung angesichts des Horrors eines drohenden Weltkriegs, kam erschwerend zugleich der Opportunismus auf, der bis heute lehrreichen Kontroverseren und Auseinandersetzungen hervorrief, die sich mit dem Sündenfall der führenden Sozialdemokratie und Gewerkschafen im Ersten Weltkrieg nochmals weiter eklatierte.  

weiterlesen

VW: An der Börse knallen die Sektkorken zum größten Kahlschlag der Konzerngeschichte

Als ob es noch eines letzten Winks bedurfte, hat uns gleichsam pünktlich zum Volksstimmefest das Kapital geradezu sinnbildlich nochmals seine perverse Logik andemonstriert: Zusätzlich zu den bereits seit dem Vorjahr zur Streichung vereinbarten 50.000 Jobs, hat VW-Konzern gestern bekanntgegeben, nochmals weitere 50.000 und damit insgesamt 100.000 Jobs zu vernichten. Parallel stehen die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm zwischen 2031- 2034 vor der Werkschließung und soll aus dem Standort Osnabrück eine Rüstungswerkstätte des israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems werden. An den Börsen knallten ob dieser Bombe, dem größten Personalkahlschlag der Konzerngeschichte, heute sogleich die Sektkorken. Die VW-Vorzugsaktien schossen um fast 10% in die Höhe und rissen mit ihrer profitgetriebenen Abrissbirne auch die weiteren Branchenriesen BMW und Mrecedes mit.

weiterlesen