Für einen robusten, kollektivvertraglichen Mindestlohn & aktive Lohnpolitik!

Während die Profite weiter kräftig sprudeln, gaben jüngst rund die Hälfte der Arbeitenden in Österreich an, mit ihrem Einkommen „nicht oder gerade noch“ über die Runden zu kommen. Um der zunehmenden Armutsgefährdung und Lohnarmut, dem ständig steigenden Druck auf die Gehälter und den vielfach unhaltbaren Hungerlöhnen einen Riegel vorzuschieben, braucht es dringend einen robusten, flächendeckenden, kollektivvertraglichen Mindestlohn im Land, der diesen Namen auch verdient. Beziffert man diesen nicht einfach über den Daumen, sondern orientiert sich hierfür vielmehr am Metaller-Kollektivvertrag als österreichischen „Leit-KV“ und der entsprechenden Beschäftigungsgruppe, ergibt sich daraus nach unserem Modell (zumindest 90% der Stufe C des Metaller-KV) ein Mindestlohn von aktuell (mind.) 1.915 Euro brutto.

Ein gesetzlicher Mindestlohn würde demgegenüber dessen künftige Entwicklung direkt den politisch-parlamentarischen Kräfteverhältnissen und jeweiligen Regierungen überantworten. Ja, aktuell gar in die Hände der amtierenden Unsozialministerin legen, die dann per Gesetzesvorlage über seine Höhe bestimmen würde und bekanntlich der Auffassung ist, man könne (abzüglich der Wohnkosten) in Österreich auch von 150 Euro gut leben. Mit einem KV-Mindestlohn bleibt dieser hingegen Bestandteil des unmittelbaren gewerkschaftlichen Lohnstreits und die gewerkschaftliche Kollektivvertrags-Autonomie von staatlichen Eingriffen unberührt.

› Für einen robusten, kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.915 Euro!
› Für eine aktive und kämpferische lohnpolitische Wende der Gewerkschaften!
› Für eine reale Verschiebung in der Primärverteilung von Oben nach Unten durch Lohnabschlüsse deutlich über Inflation plus Zunahme der Arbeitsproduktivität!

Kandidieren für KOMintern zu AK-Wahl in Niederösterreich (v.l.n.r.): Hüseyin Aslan (Lagerarbeiter), Cemal Yilmaz (Arbeiter) und Hannes Fasold (Handelsangestellter)

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