MAN-Beschäftigte lehnen Erpressungs-Übernahmeangebot ab!

Auf vor die Werkstore und in den Arbeitskampf für die umgehende Zwangsverstaatlichung!

Nach der von MAN/VW beschlossenen Schließung der Produktionsstätte in Steyr, waren die über 2.200 Beschäftigten gestern aufgerufen, über das darauf erfolgte Übernahmeangebot des Investors und ehem. Magna-Chefs Siegfried Wolf abzustimmen – und haben es, wie aus Belegschaftskreisen gerade durchsickerte, mit überwältigender Mehrheit von fast 64% abgelehnt.

Denn das Erpressungs-Angebot hatte es in sich und setzt den Arbeitenden des lukrativen Traditionswerks in einem einzigen Tabula rasa schlicht das Messer an die Gurgel: Die Belegschaft soll von insgesamt 2.300 MitarbeiterInnen (davon neben den LeiharbeiterInnen 1.950 zur Stammbelegschaft gehörend) auf rund 1.200 Beschäftigte zusammengeschmolzen werden. Gleichzeitig sollen die Nettolöhne um sage und schreibe 15% gekürzt werden – kolportiert werden sogar exorbitante Einschnitte bis zu 30% vom Brutto.

Für die 2.300 Beschäftigten und dem Industriepfeiler in der Region, an dem insgesamt rund 8.400 Arbeitsplätze hängen, gilt es nun, die Verstaatlichung einzuleiten und das Werk öffentlich weiter zu führen.

Und MAN Steyr, vor seiner Privatisierung und Verkauf an MAN (bzw. eines anderen Teils an Volvo) als Steyr-Damiler-Puch einen guten Namen in den Sparten der Bus-, Lkw und Automobil- wie auch Fahrradproduktion besitzend, verfügt auch über alle Voraussetzungen einer zukunftsfähigen Produktpalette.

Neben der entsprechend hochqualifizierten Belegschaft und einem etablierten Netz an Zulieferern, über ein ebenso ausgezeichnetes Know-how, die nötigen Forschungs- und Entwicklungsqualitäten sowie einen modernen Maschinenpark. Zu alledem steht der Betrieb auch noch auf einer wirtschaftlich soliden.

Jetzt gilt‘s:

  • Für die sofortige Zwangsverstaatlichung und öffentliche, klimagerechte Weiterführung!
  • Auf vor die Werkstore und in den entsprechenden Arbeitskampf in betriebs- und branchenübergreifender, gemeinsamer, solidarischer, gewerkschaftlicher Antwort!

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