Newroz pîroz be!

Der heurige Newroz steht natürlich im Schatten des Schicksals Abdullah Öcalans. Sowie im Zeichen der neuerlich durch die Türkei rollenden Repressionswelle gegen die HDP und revolutionäre Linke, inkl. des drohenden Verbots der linksdemokratischen Partei der Völker, und Militärinterventionen gegen und Besetzungen der Demokratischen Konföderation Nord- und Ostyriens / Rojava.

Entsprechend aktuell denn auch die beiden Losung: „Die Isolation durchbrechen, den Faschismus zerschlagen und Kurdistan befreien!“ und: „Es ist Zeit!“

Newroz – „Der neue Tag“ – hat als Feiertag mehrere Bedeutungen. In seiner kämpferischen Tradition befreite sich der Legende zufolge, wie wir wissen, das kurdische Volk unter Führung des sagenhaften Schmieds Kawa am 21.3. in einem Volksaufstand von der grausamen Unterdrückung und Despotenherrschaft Dehak‘s.

Das Feuer – von Kawa gefordert und genutzt um die Waffen der Freiheit zu schmieden und nach dem Sturz der Tyrannei auf den Bergen die Befreiung zu verkünden – verkörpert in Anknüpfung an die Legende seither ein wesentliches Symbol des Newroz.

Im Gedenken an die Erlangung der Freiheit werden seitdem die traditionellen Newrozfeuer entzündet. Sie symbolisieren in politischer Hinsicht heute das ungebrochene Verlangen der Kurden und Kurdinnen wie ihrer FreundInnen und KampfgefährtInnen nach Freiheit. Und so werden sie gerade auch in den gegenwärtigen, schicksalsträchtigen Tagen des kurdischen Befreiungskampfes und der mannigfachen über Kurdistan, der linken pro-kuridschen Kräfte und der Rojava-Revolution hängenden dunklen Wolken über die Weiten der Kurdengebiete und kurdischen Diaspora leuchten. Als Symbol des Kampfes gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Völkermord, sowie für die Geschwisterlichkeit und Solidarität der Völker.

Marx & Lenin: Radikal Neues

Auf Marx wiederum geht der radikal neue Gedanke zurück: Der Lage der Unterdrückten wird nicht von oben und außen abgeholfen werden, sondern sie selbst sind das Subjekt der Umgestaltung. Und finden – als weiter radikal Neues des Marxschen Menschenbilds –, in der revolutionären Aktion und ihrem Befreiungskampf als soziales Subjekt zu ihrer Würde.

Lenin hat den Gedanken der revolutionären Subjektivität danach in einer objektiv fortgeschritteren Situation bekanntlich auf die unterdrückten Völker ausgedehnt und beiden zugerufen: „Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker vereinigt euch!“

Newroz pîroz be!

Hoch die internationale Solidarität!

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