KV-Runde Metall – Jetzt die gewerkschaftliche Schlagzahl erhöhen!

Der Konjunktur boomt wieder, die Gewinne der Metallindustrie sprudeln, die Auftragsbücher sind proppenvoll und die Gewinnausschüttungen an die Aktionäre und Muttergesellschaften sind abermals steil nach oben geklettert. Gleichzeitig torpedieren die Wirtschaftsvertreter mutwillig die KV-Verhandlungen.

Wie bereits zum Überdruss gewohnt, torpedieren die Kapitalvertreter Metall, unter Führung ihres Obmanns Christian Knill, wieder einmal ernsthafte KV-Verhandlungen und bringen das Fass mit ihrer provokativen Verweigerung eines Verhandlungsangebots erneut schon frühzeitig an den Rand des Überlaufens.

Dabei haben die Metall-Unternehmen vielfach auch im Vorjahr gut verdient. Nicht zuletzt dank der aus dem Fiskus finanzierten Kurzarbeit und Corona-Hilfen. Ja, mit Corona-Unternehmenssubventionen von fast 5% des BIP, steht Österreich sogar an der einsamen Spitze der EU, was die staatlichen Hilfsgelder und Ausschüttungen an das Kapital betrifft.

Allerdings haben die Gewerkschaften auch bereits im Vorfeld eine „harte Herbstlohnrunde“ erwartet. Und so ist es nun auch eingetreten. Daher kann es auch nur eine Antwort geben: Die gewerkschaftliche Schlagzahl muss umgehend erhöht werden.

„Die Kampfbereitschaft ist bereits zu Beginn der Lohnrunde hoch, die Stimmung in den Betrieben entsprechend angespannt“ – wie die PRO-GE selbst ausdrücklich betont. Insofern bedarf es auch mehr als das devote ‚Angebot‘, dass das KV-Verhandlungsteam der Gewerkschaften am 11. Oktober wenn nötig „auch die Nacht durchverhandelt“. Vielmehr gilt es den Metall-Bossen und Industriekapitänen schon jetzt Feuer zu machen und den gewerkschaftlichen Forderungen für die nächste Verhandlungsrunde entsprechend Nachdruck zu verleihen.

Und dies in aktiver Einbeziehung und beginnender Mobilisierung der Beschäftigten sowie branchen-übergreifenden Schulterschlüssen. Denn der Metaller-Runde als österreichischem „Leit-“KV und ihre Schlagkraft als gewerkschaftlicher Lokomotive, kommt heuer eine nochmals ganz besondere Bedeutung und Verantwortung zu, die auch die Weichen für die in Folge anstehenden Herbst- und Frühjahrs-Lohnrunden stellen wird.

Entgegen ihrer selbstgefälligen Stilisierung, zittern die Unternehmervertreter realiter davor, die Bänder und Maschinen könnten ernstlich still stehen und die Lieferverpflichtungen der vielfach `Just in Time´ produzierenden und gebundenen Industriebranche, zumal gegenwärtig, nicht eingehalten werden.

Zwingen wir die Figuren und Provokateure der Metall-Industrie also zusammen und in Einleitung erster, konsequenter Kampfmaßnahmen in unserem Interesse in die Knie.

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