KV-Metall: Kein Abschluss ohne Urabstimmung!

Die heurigen Metaller-KV-Verhandlungen plätschern bisher ereignislos vor sich hin. Außer ein paar markigen Sprüchen zu Beginn der KV-Runde ist bis dato noch kaum Bewegung in die Sache gekommen. Dabei ist klar: Damit es in der aktuellen Tarifrunde jedoch wirklich zu einer „Erntezeit“ für die Beschäftigten kommt, braucht es einen kämpferischen Kurswechsel.

Im Schatten der Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung beherrscht bislang allerding eine nochmals verstärkte „sozialpartnerschaftliche“ Friedhofsruhe das Geschehen vor der heutigen 3. und morgigen 4. Verhandlungsrunde. Wenngleich kaum mit einem unmittelbaren Abschluss zu rechnen ist, stehen die Vorzeichen stärker noch als in den vergangenen Jahren auf einen abermaligen „sozialpartnerschaftlichen“ Kuhhandel hinter verschlossenen Türen.

Demgegenüber ist es jedoch nötig, die Gewerkschaften endlich aus ihrer „sozialpartnerschaftlichen“ Orientierung sowie sozialdemokratischen Umklammerung herauszulösen – hin zu einer kämpferischen Interessensvertretung der Arbeitenden. Einzig eine solche, lediglich deren Arbeits- und Lebensinteressen verpflichtete Wandlung der Gewerkschaften und Wiederherstellung ihrer Klassenfunktion ermöglicht es heute noch, die Interessen der Beschäftigten zur Geltung zu bringen.

Und das heißt nicht zuletzt, gegen die eingefahrene „Stellvertreterpolitik“ des ÖGB und der Fachgewerkschaften unsere Selbstermächtigung stark zu machen. Eine Perspektive freilich, die dem Ideal der „sozialpartnerschaftlichen“ Gewerkschaftsspitze nach „besonnenen ArbeitnehmerInnen“ geradezu diametral entgegengesetzt ist: Beschäftigte, die nicht durch Kritik, kämpferischere Einstellungen oder gar eigenem Engagement lästig werden und vor dem Fernsehschirm noch zufrieden das hinnehmen, was als „das denkbar beste Ergebnis“ des „Ringens am grünen Tisch“ ausgegeben wird.

Dem großspurigen Getöne der Metaller-Spitzen „Jetzt ist Erntezeit“, muss daher nun, eine breite Einbeziehung der Beschäftigten und ein kämpferisches Ringen um einen satten Lohnabschluss und echte Verbesserungen folgen.

Kein Abschluss ohne substantielles Ergebnis!

Kein Abschluss ohne Urabstimmung!

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