9.11. – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg

Samstag, 9. November, 16:00, Oper Wien

Am 9. November findet aus Protest gegen den türkischen Angriffskrieg erneut eine Demonstration statt. Die Demo geht im Anschluss dann als Schweigemarsch weiter zum gemeinsamen Gedenken an das Novemberpogrom zum ehemaligen Aspangbahnhof.

Aufruftext

Für Samstag, 9.11.2019, ruft die Plattform Demokratie zum unter dem Motto „NIE WIEDER FASCHISMUS-NIE WIEDER KRIEG! SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN ROJAVA! zum Protest gegen den türkischen Angriffskrieg gegen die Kurd*innen in Nordsyrien auf. Um 16 Uhr startet eine Demonstration vor Wiener Staatsoper und führt über den Ring und Schwarzenbergplatz bis zur Russischen Botschaft im 3. Bezirk. Danach wird Solidarität mit den Menschen beim Gedenkstein für die unter dem NS-Regime deportierten Menschen beim ehemaligen Aspangbahnhof gezeigt und an den Gedenkveranstaltungen teilgenommen. Der 9.November ist ein schändlicher dunkler Fleck in der Geschichte der Menschheit und die Kurd*innen in Österreich sowie alle Organisationen der Plattform Demokratie werden diesen Tag des Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht und des NS-Faschismus in ihre Proteste gegen das nationalislamistische türkische Regime mit einbauen.

NIEMALS VERGESSEN! NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS!

Hintergrund der Demonstration ist aber auch der Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien, den Präsident Erdoğan am 9.10.2019 angeordnet hat. Die Militäroffensive richtet sich gegen die demokratische Selbstverwaltung der KurdInnen, die federführend waren im Kampf gegen die Terror-Miliz „IS“.

Über 300.000 Menschen auf der Flucht vor türkischem Militär und radikal-islamistischen Söldnern der Türkei – es gibt bereits über 400 zivile Opfer – viele davon Kinder und Frauen sind durch Vertreibung und Zwang zur Flucht sowie die angekündigte Ansiedlung von sunnitisch-muslimischen Araber*innen in kurdischen Gebieten bereits als zweites Hauptziel der türkischen Regierung angekündigt worden! ETHNISCHE SÄUBERUNGEN sind somit nicht nur angekündigt sondern bereits im Gange!

Seit dem überraschenden Abzug der US-amerikansichen Truppen durch Donald Trump, wurde international mit einem Angriffskrieg gerechnet. Die türkische Regierung hat angekündigt, einen 30 km breiten und über 400 km langen auf syrischem Territorium zu besetzen. Dort möchte Erdoğan syrisch-arabische Vertriebene ansiedeln. Massenvertreibungen sowie das erneute Erstarken terroristischer Gruppen, von denen einige mit den türkischen Streitkräften zusammenarbeiten, drohen.

Angriff auf demokratische Selbstverwaltung

In Nordsyrien leben seit 2012 die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen – KurdInnen, AssyrerInnen, AraberInnen, ArmenierInnen und andere – friedliche zusammen. Sie haben eine eigene demokratische Verwaltung aufgebaut. Die türkische Regierung will genau diese demokratische Selbstverwaltung vernichten. So, wie sie es zuvor in Afrin getan hat. Nun droht der „Islamische Staat“ wieder zu erstarken. Das Assad-Regime will ebenfalls die Kontrolle über Nordsyrien übernehmen.

Solidarität mit Rojava

Die „Syrischen Demokratischen Kräfte“ geführt von der YPG und YPJ waren maßgeblich im Kampf gegen den „IS“ beteiligt und haben einen hohen Blutzoll bezahlt. Nun werden sie angesichts des türkischen Angriffs alleine gelassen. Die Regierungen der USA, Russlands und Europas sind direkt mitverantwortlich für das, was jetzt passiert. Sie stellen der Aggression des Erdogan-Regimes nichts entgegen und sehen zu, wie unzählige Menschen in Nordsyrien getötet, misshandelt, bedroht und vertrieben werden.

Auch in Wien und ganz Österreich leben Menschen aus Rojava/Nordsyrien/Westkurdistan, die Familienangehörige in Städten haben, die jetzt von der Türkei bombardiert werden. Österreich und die EU müssen Druck ausüben für einen sofortigen Stopp des Angriffskrieges. Anstatt Erdoğans autoritäres Regime weiter mit Waffen und Milliardenzahlungen zu unterstützen, braucht es Unterstützung für die Menschen in Rojava, die für Frieden, Selbstbestimmung und Demokratie eintreten.

Wann: Samstag, 9. November 2019, 16:00 Uhr
Wo: Staatsoper Wien, Kärnter Ring – Karlsplatz, 1010 Wien

Unsere Forderungen:
– Beendigung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
– Diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen
– Sofortige Flugverbotszone für die Türkei über Rojava/Nordsyrien,
– Sofortiger Stopp des türkischen Angriffskriegs und Rückzug der türkischen Truppen aus Syrien,
– Sofortige humanitäre Hilfsmaßnahmen für die Menschen im Kriegsgebiet
– Sofortige Beendigung der Rüstungsexporte und militärischen Beziehungen mit der Türkei
– Recht auf Selbstbestimmung der Bevölkerung in Rojava/Westkurdistan/Nordsyrien

Route: Staatsoper – Ring – Schwarzenbergplatz – Sowjetsoldatendenkmal – Rennweg – Russische Botschaft. Teilnahme an der Gedenkveranstaltung für NS-Opfer Platz der Opfer der Deportation – Leon Zelmnan Park – Ecke Blamauergasse -Aspangstrasse

Plattform Demokratie Österreich – #DefendRojava

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