Ein Kampf zu allen Zeiten – an allen Fronten

Internationaler Frauentag

Dünya Emekci Kadinlar Günü

Medunarodni Dan Zena

Jin jian azadi

Die Französische Revolution von 1789 markiert unzweifelhaft ein historisches Datum im Emanzipationskampf der Frauen. Nicht nur, dass sich aufkeimend der Gedanke der Gleichberechtigung der Geschlechter unter ihren ProtagonistInnen Bahn brach. Die Bewegung der Frauen hat die Revolution sowohl aktiv mitgetragen, sowie in Gestalt der weiblichen Sansculottinnen die Forderung der organisierten Bewaffnung der Frauen zu einem ihrer wesentlichsten Anliegen erhoben, und hat mit Olympe de Gouges und Claire Lacombe zugleich ihre beiden wohl bedeutendsten Gestalten hervorgebracht.  Während die Verfasserin der „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ vielen zum Synonym des Beginns der Frauenbewegung geworden ist, geriet Claire Lacombe jedoch weitgehend in Vergessenheit. Zu Unrecht. Als Teil der Bewegung der Enragés, der Zornigen und Wütenden, repräsentierte sie (zusammen mit Pauline Léon) die weibliche Verkörperung des radikalsten, linken Flügels der Revolution. Von Lacombe führte der Weg denn auch, unter entwickelteren sozial-ökonomischen Verhältnissen, zu Flora Tristan (1803 – 1844) und ihrer Einsicht in die unauflösliche Verschränkung der Klassen- und Geschlechterfrage und deren notwendiger politischer Verbindung.

Die große Clara Zetkin, auf deren Antrag hin die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz 1910 den weltweiten Internationalen Frauentag als Kampftag für die „ganze Frauenfrage“ beschloss, widmete Flora Tristan demgemäß auch ein Kapitel in ihrem Buch „Zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung“. Zunächst noch nicht zu einem einheitlichen Datum begangen, beschloss die II. Internationale Konferenz der Kommunistinnen unter Leitung Zetkins 1921 dann einstimmig, dass der Internationale Frauentag künftig einheitlich in der ganzen Welt am 8. März stattfinden sollte.

Der Kampf um die Gleichstellung und Befreiung der Frau steht ungebrochen auf der Tagesordnung – und wird in kämpferischer Traditionslinie heute wie ehedem in all seinen Facetten ausgefochten.

Positionen von KOMintern: Für vollständige Gleichberechtigung – in Arbeit, Familie & Gesellschaft!

Die Frauenrechtsaktivistin Aysel Sap kandidiert für KOMintern bei der AK-Wahl in Niederösterreich.

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