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Sozial-KV: Keine Einigung, Betriebsversammlungen & Aktionen

Die Kollektivvertragsverhandlungen für mehr als 100.000 Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurden am 12. Jänner 2017 fortgesetzt, kamen jedoch auch in der zweite Verhandlungsrunde noch zu keinem Ergebnis. Obschon sich bei einigen Detailforderungen erste Annäherungen abzeichnen (so stehen Verbesserungen in einzelnen Punkten im Rahmenrecht auf der Agenda), liegen bei den beiden Brocken Gehalt und Arbeitszeit noch Welten dazwischen. Sozial-Demo-Linz1_GPA-djp

Da sich, wie die GPA-djp formuliert „die Positionen bezüglich der Erhöhung der Löhne und Gehälter noch wesentlich unterscheiden“. Man könnte auch sagen: die genannten Prozentzahlen liegen noch meilenweit auseinander, auch wenn die von den Gewerkschaften eingebrachte Forderung nicht an unsere mind. 4% heranreicht. Vor allem wollen die Arbeitgeber die weitere eine Optierungsmöglichkeit nur dann ermöglichen, wenn die „Alt-Gehälter“, die sowieso schon sehr oft viel geringer erhöht wurden als die KV-Gehaltstafel, weniger bekommen!

Die zwei großen Themen „Pflegeberufe“ (nach GUKG) und „Arbeitszeit“ wurden jedoch derweil in Verhandlungsrunden nach (!) dem KV-Abschluss verschoben.

Was bei der sehr sperrigen Thematik des GuGK noch eher nachvollziehbar ist, lässt jedoch für unser Hauptthema Arbeitszeitverkürzung schlimmes befürchten.

Die Arbeitgeber haben ihre Forderungen nach mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit ( z.B. Durchrechnungszeiträume, Ruhezeitbestimmungen ) derweil einmal zurück gestellt, weil sie „Entwicklungen auf Regierungsebene abwarten möchten“ – werden dies aber wohl wieder einbringen, wenn die Runde im Frühjahr wieder zusammentritt.

Ein aktiver Kampf für Arbeitszeitverkürzung schaut anders aus! Wir müssen nun den Druck weiter und ohne Unterbrechung stärker werden lassen, damit die dringend notwendige Verbesserung unserer Arbeitssituation durch kürzere Arbeitszeit – oder mehr Geld bei Teilzeit – nicht auf die lange Bank geschoben wird!
  • Wir müssen auch klar machen, dass wir keinen Deal akzeptieren, der Verschlechterungen im Sinne von Arbeitszeitflexibilisierung von Oben bedeutet!
  • Wir fordern Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden/Woche – und nicht nur Lippenbekenntnisse!
  • Wir fordern eine Lohn-/Gehaltserhöhung von mind. 4%!
  • Wir fordern die Zurückweisung jeglicher Versuche der Arbeitgeber, Berufsgruppen nach unten zu nivellieren!