„Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing…“??

BrotrindeLiebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
Die unhaltbaren Zustände, teils rechtswidrigen Betriebspraxen und kollektivvertraglichen Untereinstufungen bei Euch sind ebenso bekannt wie die betriebsrats- und gewerkschaftsfeindliche Haltung der Ströck-Familie oder Kurt Manns.
Dass – wie die Beschäftigtenbefragung des Vorjahres bei bei Ströck ergab – lediglich knapp 38% von Euch regelmäßig die Euch zustehenden Arbeitspausen machen bzw. machen dürfen, rund 40% von Euch aufgrund der praktizierten kurzfristigen Diensteinteilungen keine rechtzeitige Freizeitplanung vornehmen können, gut 2/3 von Euch die täglich anfallenden Vor- und Nacharbeiten nicht abgegolten bekommen, Urlaubsansuchen oftmals erst von einem Tag auf den anderen entschieden werden, Dienste in anderen Filialen einfach kurzfristigst festgelegt werden, Rufbereitschaft im Krankheitsfall, oder wie bei Der Mann Prämien im Falle von Krankenständen nicht ausbezahlt werden … eine solche Situation ist schlicht untragbar.
Stroeck_Mann_A4Dass viele von Euch seit Jahren zudem ohne Lohn- und Gehaltserhöhungen arbeiten, die Sonntagsarbeiten offenbarst überwiegend nicht KV-konform bezahlt werden, und ihr als Beschäftigte in einem Großbäckereibetrieb zu hunderten und aberhunderten anstatt im Großbäcker-KV über den falschen, 15-20% niedrigeren (urspünglich nur für Kleinbäckereien ausgelegten) Gewerbe-Kollektivvertrag beschäftigt seid, ist ein Hohn, teils glatter Rechtsbruch.
Und dieses zumal noch vor dem Hintergrund, dass beide Branchenriesen ihre Umsätze  auch im letzten Jahr wieder emporschrauben konnten. Ströck gab im März 2013 eine Umsatzerhöhung für das abgelaufene Geschäftsjahr von 54,5 Mio Euro auf 58,8 Mio an, Der Mann eine Umsatzsteigerung auf etwas über 65 Mio Euro (die aktuellen Jahresbilanzen werden im Detail erst vorgelegt). Ströck wie Mann fahren so nach eigenen Aussagen nicht nur „solide Erträge“ ein, sondern erwarten auch zukünftig neuerliche Umsatzsteigerungen.
Eingangs skizzierte Broterwerbs-Bedingungen gipfeln  nicht zuletzt in der Unerbittlichkeit der Unternehmens-Patriarchen Gerhard und Robert Ströck  wie Kurt Mann gegen – demokratisch gewählte – Betriebsratsstrukturen der Beschäftigten.
Was, wie die Situation beweist, jedoch ein absolutes Gebot der Stunde wäre. Eine Auseinandersetzung, in der ihr die Gewerkschaften hinter Euch habt.
Wes selbstherrliches und paternalistisches Geistes Kind hier herrscht, gestehen die Famileinclans sogar frei ein:
So etwa, wenn sich Robert Ströck tatsächlich dazu versteigt in diesem Zusammenhang zu formulieren: „Wir Geschäftsführer sind sechs bis sieben Tage pro Woche in das Tagesgeschäft eingebunden. Wünsche, Fragen oder Anregungen von Mitarbeitern können direkt an uns gerichtet werden.“  Oder wie Gerhard Ströck, darin seine Perspektive gleich auch noch Euch in den Mund legend: „Unsere Mannschaft sagt: Wir haben Chefs, wozu brauchen wir Betriebsräte?“
Für diese Auseinandersetzungen um bessere Arbeitsbedingungen, rechtskonforme und höhere Löhne, wie Durchsetzung selbstgewählter innerbetrieblicher Mitbestimmung und Interessensvertretung steht KOMintern als konsequente, kämpferisch-internationalistische Kraft an Euer Seite!

Tuba_Acer„Für mich ist KOMintern die einzige Gewerkschaftsorganisation, welche die Rechte und Interessen der Angestellten, ArbeiterInnen und MigrantInnen schützt und konsequent für die Solidarität steht!“
Tuba Acer, Handelsbeschäftigte, KOMintern-Aktivistin und Kandidatin zu den Arbeiterkammerwahlen

 

Paul
„Als Handeslangestellter weiß ich nur zu gut, um die schreinenden Probleme im Handel. Umso mehr noch müssen wir gemeinsma gegen Missstände wie bei Ströck und Mann aufstehen!“
Paul Toifelhardt, Handeslangestellter und KOMintern-Kandidat

Flugblatt an die Beschäftigten bei Ströck & Der Mann

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