KV-Verhandlungen Elektro- / Elektronikindustrie

Für eine kräftige Lohn- & Gehaltserhöhung in der Elektro- / Elektronikindustrie!

Batterien-sw-webDen aktuellen Meldungen zufolge schließt die Elektro- und Elektronikbranche sichtlich wieder an die Wachstumsjahre 2010 und 2011 an. Jahre, die in einer Ausschüttungsquote von 109% an die Aktionäre und Muttergesellschaften gipfelten. Das beinahe 4fache der Investitionen und das prozentual X-Dutzendfache der verhaltenen Lohn- und Gehaltsabschlüsse.
Mit einem Kursgewinn von sagenhaften fast 57% im ersten Quartal 2014 katapultierte sich Zumtobel Lighting gerade zum ATX-Börsen-Primus.
Infineon – ein anderes Schwergewicht der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie –  „steht“ nach zeitgleicher Eigenangabe „heute besser da als je zuvor“. „Alle Sparten sind profitabel.“ Die angehäufte „Cash-Position“ ausgezeichnet.
Die in Niederösterreich ansässige ZKW Group – Zizala Lichtsysteme GmbH wiederum, vermeldete als weiterer Branchen-Platzhirsch bereits Ende Dezember eine Ergebnissteigerung um mehr als 15%. für 2013.
Zeit für eine kräftige Lohnerhöhung! Die Kassen florieren wieder. Die Eigenkapitalaustattung ist gleichfalls recht gut. Und die Erwartungen und Prognosen für das laufende Jahr sind ebenfalls positiv.
Vor diesem Hintergrund kann das „Angebot“ der Unternehmens-Vertreter einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 2% – bei einer zu Verhandlungsbeginn zugrundegelegten Inflationsrate von 1,9% – nur als Hohn bewertet werden.
Bezogen auf die Realteuerung der Lebenserhaltungskosten des letzten Jahres von 4% (Quelle: Statistik Austria), und die bereits geschnürten wie auf uns zurollenden Belastungen, wäre ein in diesem Umfeld gelegener Abschluss ein weiterer, glatter Reallohnverlust. Der nächste nach fünf Jahren Reallohnverlust in Folge – wie das WIFO (Wirtschaftsforschungsinstitut) gerade  bestätigte. Und immer stärker auch mittlere Einkommen treffend. Folgewirkung der mageren Abschlüsse „sozialpartner“schaftlicher  „Verantwortung“ der ÖGB-Spitzen, anstelle einer notwendigen aktiven und kämpferischen Lohnpolitik.
Und der „Run“ auf die im Vorjahr erstmals abgeschlossene Freizeitoption – anstelle der IST-Gehaltserhöhung nachhaltige Freizeit vereinbaren zu können – weist das tiefe Bedürfnis der Beschäftigten (nicht nur in der Elektro- und Elektronikindustrie) nach einer längst überfälligen Arbeitszeitverkürzung auf.  Ein Arbeits- und Lebensinteresse der Beschäftigten im Land: daß wir uns die Produktivitätssteigerungen gleichzeitig auch in Form von mehr freier Zeit aneignen wollen.
Eine kräftige Lohn- & Gehaltserhöhung und mehr freie Zeit sind gleichermaßen gerechtfertigt wie machbar!

* Für eine 6%ige Lohn-  und Gehaltserhöhung!
* Für eine verstärkte Anhebung der unteren Einkommensgruppen!
* Für die längstens überfällige Durchsetzung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn –  als ersten Schritt einer radikalen Arbeitszeitverkürzung!

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