KV-Abschluss Chemie-Industrie

Die heurigen Lohnverhandlungen fanden weithin hinter verschlossenen Türen statt.

Josef Eller, Arbeiterbetriebrat und KOMintern-AK-Wahl-Kandidat: Zeigen wir den rosa Spitzenfunktionären und der Rotstiftpolitik die rote Karte!
Josef Eller, Arbeiterbetriebrat und KOMintern-AK-Wahl-Kandidat: „Zeigen wir den rosa Spitzenfunktionären und der Rotstiftpolitik die rote Karte!“

Unmittelbar nach den Betriebsversammlung am 28. und 29.April hat die Gewerkschaftsspitze nunmehr mit mageren 2,5% auf die KV- und IST-Löhne/Gehälter (bei letzteren mit einem Mindestbetrag von 53.- Euro) abgeschlossen.
Im Vorjahr konnte nach mehreren Protestaktionen und einstimmigem Streikbeschluss auf der allen Betriebsräten offenen BR-Konferenz noch 3,3% auf die KV- und bis zu 3,7% auf die IST-Löhne/Gehälter erreichen werden.
Der heurige Abschluss liegt damit inklusive Mindestbetrag für die IST-Löhne/Gehälter sogar unter dem Gesamtabschluss des letzten Jahres!
Und das nach 5 aufeinander folgenden Jahren Reallohnverlust in Österreich, der sich mit dem Budgetplan der SPÖ/ÖVP–Regierung von letzten Dienstag noch weiter drastisch verschärfen wird – nach dem es bis 2018 zu keiner, längst überfälligen Lohnsteuersenkung kommen wird.
2,24 Mrd. Euro wurden uns im letzten Jahr durch die „kalte Progression“ weggefressen. Heuer werden es gut 2,65 Mrd. Euro sein, die uns die Rot-Schwarze Belastungspolitik alleine an Nettolöhnen kostet. Das sind in etwa genau jene 5 Mrd. Euro die zeitgleich in das Milliardengrab Hypo-Alpe-Adria gepumpt wurden.
Und die FSG- und Gewerkschafts- und AK-Spitzen tragen dies, ungeachtet ihrer medialen Feiertags- und Sonntagsreden, in Parlament und „Sozialpartner“schaft brav mit. Was Wunder, dass das Lohnsteueraufkommen mittlerweile selbst jenes der zweiten großen Massensteuer, der Mehrwertsteuer, überflügelt hat.

Ein „Nein“ der Gewerkschaften zu diesem Belastungsbudget, so ÖGB-Chef Foglar, wäre „weder realistisch noch verantwortungsvoll“. Dieses Budget sei allen Ernstes vielmehr „die Basis einer soliden politischen Arbeit“.

Zunächst mit „maßvollen“ Lohn- und Gehaltsabschlüssen im Zeichen „hoher Verantwortung“, so nochmals FSG-Foglar, vor den Unternehmern in die Knie gehen, und sich dann als Parteisoldaten dem Regierungskurs unterordnend, sind die Gewerkschafts- und AK-Spitzen so für unsere Reallohnverluste deutlich mitverantwortlich!

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