Einmischungen – Konferenz zum 10. Todestag von Hans Heinz Holz

In das Symposium, das zu seinem 85. Geburtstag geplant war, mischte sich Hans Heinz noch kräftig ein: Es müsse in Berlin, Hauptstadt der DDR, stattfinden und solle ein wissenschaftlich und politischer Austausch sein – keinesfalls dürfe dort seine Person im Mittelpunkt stehen. Er starb vor diesem Symposium im Dezember vor 10 Jahren.

Eingemischt hat sich Holz in vielen Bereichen – als Publizist, Hochschullehrer, Forscher. Er erarbeitete eine Theorie der Bildenden Kunst, kuratierte Ausstellungen und sammelte Kunst. Und er war Kommunist. Einer, den der Klassengegner anerkennen musste. Einer, dessen theoretische Schärfe auch für Genossinnen und Genossen unangenehm sein konnte. Wir kehren mit der Tagung zu Holz´ zehntem Todestag in seine Geburtsstadt Frankfurt zurück und an den Beginn seines Lebens und Wirkens als Kommunist: an den Gestapo-Knast und an den dort ebenfalls gefangenen kommunistischen Arbeiter, der dem Bürgersohn Holz Marx und Engels näher brachte. Von diesem Ausgangspunkt aus wollen wir Teile des Werks von Holz reflektieren um sie in aktuellen Debatten wiederzufinden und sie nutzbar zu machen, um sich in die Klassenkämpfe einzumischen. Denn leider gilt noch, was Holz 1995 im Vorwort von „Kommunisten heute“ schrieb: „Heute gilt es also, revolutionäres Bewusstsein in einer nichtrevolutionären Phase der Geschichte wachzuhalten und mit den Oppositionsstrategien, die innerhalb des Kapitalismus angelegt werden, zu vermitteln, damit diese dann über dieses System hinausführen können.“ So ist nach Holz die Philosophie „Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“. „Die Wirklichkeit der Freiheit muss aber erkämpft werden, indem die Theorie die Massen ergreift.“

Link zum Stream der Veranstaltung

10 Uhr:
Eröffnung durch Moderatorin Kristin Bönicke (Gesellschaft für dialektische Philosophie)

10.15-11.45
Dietmar Dath: Gründe für Morgen. Über Hans Heinz Holz als Denker der Zukunft
Vortrag mit Diskussion

11.45-12.45
Mittagspause

12.45-14.15
Pro und Kontra zur Notwendigkeit einer Metaphysik: Claudius Vellay (Soziologe) und Jörg Zimmer (Gesellschaft für dialektische Philosophie) im Gespräch, moderiert von Martin Küpper (Gesellschaft für dialektische Philosophie)

Parallelprogramm für Jugendliche

12.45-14.15
Workshop: Die Einheit von Theorie und Praxis (KJÖ)

12.45-14.15
Workshop: Das Verhältnis von Natur und Mensch (SDAJ)

14.15-14.45
Pause

14.45-16.15
Wolf-Dieter Gudopp-von Behm: Europäisierung Chinas – Sinisierung Europas? Holz im Bunde mit Leibniz, Marx und China
Vortrag mit Diskussion

16.15-16.30
Pause

16.30-18-00
Gesprächsrunde „Einmischungen – Hans Heinz Holz und gegenwärtige politische Probleme“
mit Patrik Köbele (DKP), Hannes Fellner (KOMintern), Gazi Ates (Evrensel) und Arnold Schölzel (Rotfuchs)
Moderiert von: Lena Kreymann (Gesellschaft für dialektische Philosophie)

Veranstaltet von: DKP, SDAJ, KOMintern, Kommunistische Jugend Österreich, dem Centro di Studi Filosofici und der Gesellschaft für dialektische Philosophie

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