Neoliberale Globalisierung – Lieferkettengesetz

Die Weltwirtschaft verzeichnet seit den späten 1970ern, insbesondere aber seit den 1990er-Jahren einen qualitativen Internationalisierungsschub, den sich seinem Charakter gemäß als neoliberale Globalisierung zu bezeichnen eingebürgert hat. Mit diesen über den Globus gespannten Investitions-, Produktions- und Liefernetzwerken einher geht eine neue Zersplitterung der Produktion, Zerfaserung der Wertschöpfungsketten und tiefgreifender Wandel der Lieferketten sowie ein explodierender Transportverkehr.

Für den kleinsten Zusatz-Profit wird die Produktion weiter aufgebrochen und in ein präzise ausgerichtetes Just-in-Time-Produktions- und Lieferkettensystem gezwungen. Die sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und regionalen Kosten und Verheerungen dieses Profitmaximierungs-Modells der Monopole, Konzerne und Finanzmärkte sind gewaltig. Für „Puffer“ und „Reserven“ existiert in diesem System, wie gerade die Corona-Krise der Welt handgreiflich vor Augen führte, kein Platz mehr. Darüber vermag auch die im letzten Jahrzehnt vergleichsweise etwas an ihrer schwindelerregenden Dynamik eingebüßt habende Globalisierung der Verwertungslogik nicht hinwegzutäuschen.

Ausführlicher dazu: Die schwächsten Glieder globaler Lieferketten

Vor diesem Hintergrund fordern zahlreiche Initiativen mit Nachdruck ein Lieferkettengesetz in Österreich und in der EU sowie eine Unterstützung für das UN-Treaty, um die Multis und Konzerne zumindest ein Stück weit in die Pflicht zu nehmen. Getragen von NGOs, dem ÖGB und der AK werden aktuell gerade breit Unterschriften für die Petition zum Lieferkettengesetz gesammelt.

Die Petition der Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze!“ könnt ihr hier unterschreiben.

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