CNI und FPDTA in Wien eingetroffen

Heute sind auch der Indigena-Kongress CNI und das mexikanische Umweltbündnis FPDTA in Wien eingetroffen!

Während die ersten zapatistischen Europa-Delegationen nach einer Woche gemeinsamen Wien-Aufenthalts mit vielfältigen Gesprächen und Aktivitäten bereits in weitere Länder ihrer Reise durch das Rebellische Europa ziehen, ist Wien erneut erster Anlauf- und Begegnungsort. Mittwochabend trafen nun auch die die Zapatistas begleitenden Delegationen des Indigenen Nationalkongresses von Mexiko und des Indigenen Regierungsrates (CNI-CIG), sowie Vertreter:innen des Umweltbündnisses zur Verteidigung von Wasser und Land in Morelos, Puebla und Tlaxcala ein.

Der Nationale Indigena-Kongress (CNI) hat sich 1996 ebenfalls im Zuge des Aufstands der EZLN gebildet und stellt den wichtigsten unabhängigen Dachverband der mexikanischen Indigenas dar. In ihm ist die deutliche Mehrheit der 56 Indigena-Gruppen Mexikos zusammengeschlossen sowie unabhängige Bauernverbände organisiert. Das zentrale Gründungsmotto, auf dessen Boden sich der CNI gegen den Rassismus und die rassistischen Verhältnisse in Mexiko von Anbeginn konsolidierte, war, vielen bekannt: „Nunca más un México sin nosotros!“ („Nie mehr ein Mexiko ohne uns!”)

„In mitten des Krieges – gegen die zapatistischen Pueblos, die Pueblos des Congreso Nacional Indígena (CNI) – geben der Indigene Regierungsrat (CIG) und der Frente de Pueblos en Defensa de la Tierra y el Agua de Morelos, Puebla y Tlaxcala (FPDTA-MPT) – bekannt:

Wir stehen bereit, die »Zapatistische Reise für das Leben – Kapitel Europa« zu begleiten: die 16 Delegiert*innen der Pueblos Maya in Yucatán, Campeche und Quintana Roo, Popoluca in Veracruz, Biniza in Oaxaca, Purépecha in Michoacán, Rarámuri in Chihuahua, Otomí in Mexiko Stadt und Nahua in Jalisco, Puebla, Michoacán und Morelos. Wir grüßen die zapatistische Delegation der »Extemporánea« die uns einladen, nicht im Kampf für das Leben anzuhalten – und die uns daran erinnern: Die Hoffnung ist in allen bewahrt, die wir – überall auf der Welt – von einer anderen Welt träumen und für sie kämpfen.

Wir werden der Welt davon berichten, was in unseren Gebieten und in unserem Land Mexiko durch das kapitalistische System und seine Korruption angerichtet wird – eine Korruption, die unausweichlich wurzelt und heranwächst innerhalb dieses Systems, welches dem Geld dient und dort – wo es anhält – den Tod aussäht.

Wir kommen auch, um diejenigen zu treffen, die wir schon lange am Horizont vereint sind. Somit werden wir, Frauen und Männer, das Leben und die Rebellion von unten und links säen, indem wir die Pueblos, Kollektive, Student*innen, Arbeiter*innen und Organisationen dazu aufrufen, uns gegenseitig in der gemeinsamen Sprache, in der wir uns verstehen, zuzuhören – einer allgemeinen Sprache ohne Ängste, ohne uns zu ergeben und entschieden darin, nicht einen Schritt zurück zu weichen: der Sprache des Kampfes für das Leben.“

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