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„Auch in unserer Branche muss der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen geführt werden!“ DSA Selma Schacht, Arbeiterkammerrätin von KOMintern & Betriebsratsvorsitzende im Sozialbereich

„Auch in unserer Branche muss der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen geführt werden!“
DSA Selma Schacht, Arbeiterkammerrätin von KOMintern & Betriebsratsvorsitzende im Sozialbereich

Die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich warten schon auf die nächste Gehaltserhöhung - und das zu Recht:

„Die Zahl der Beschäftigten, die mit ihrem Einkommen gerade über die Runden kommen oder für die es gar nicht mehr reicht, steigt dramatisch an“ – so ÖGB und AK unlängst unisono. Waren es von fünf Jahren 50%, sind es jetzt bereits 62% ! Jede/r Fünfte kann in Österreich einer EU-Erhebung zufolge heute seine Rechnungen kaum bis nicht mehr bezahlen. Die reale Teuerung bei den Lebenserhaltungskosten liegt in Wirklichkeit weit über der Inflationsrate, die für das Alltagsleben eines durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalts kaum noch aussagekräftig ist.

Zieht man der amtlichen Inflationsrate gegenüber die tatsächliche – 2013 abermals bei 4% gelegene – Teuerung bei Nahrungsmitteln, Mieten und Energie sowie Sprit als Maßstab der Lebenserhaltungskosten heran, wird eines deutlich: Die von jedem spürbare Explosion der Lebenserhaltungskosten und das eklatante Nachhinken der Einkommen. Das gilt besonders auch für die Beschäftigten des Sozialbereichs – klassisch unterbezahlt und oft teilzeitbeschäftigt.

Die Caritas-Beschäftigten bekommen ab 1. Jänner um 2,45% mehr. Ein faktischer Reallohnverlust. Überdies gibt es für das erste Halbjahr für die Zulagen und die Rufbereitschaft eine Nulllohnrunde – sie werden erst ab 1. Juli um 2,45 % erhöht. Zwar ist die Anrechnung aller Karenzzeiten aufs Gehalt ein sehr positiver Schritt, doch angesichts der schwachen Erhöhung nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Und wenn die Gewerkschaftsspitze in den aktuellen KV-Verhandlungen anstatt einer unabdingbaren, bezifferten kräftigen Lohnerhöhung, dem „Arbeitgeberangebot“ einer bloßen Inflations-Abgeltung (zugrundegelegte 2,2%) keine klare Mindestforderung entgegensetzt, um die in breiter Mobilisierung zu kämpfen wäre: So zementiert sie nicht „nur“ die klassische Unterbezahlung im Sozial- und Gesundheitsbereich, sondern steuert in den KV-Auseinandersetzungen auf einen glatten Reallohnverlust zu. Darin sich zugleich auch noch von der internen Betriebsrätebefragung, die ein Abschluß-Votum von mindestens 3,5% ergab, schon im Vorfeld als Mindest-Richtschnur verabschiedend.

Die Beschäftigten der Sozialbranche leisten tagtäglich Bestes unter immer schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen und unter massiv steigendem Arbeitsdruck. Und haben in den letzten Jahren gezeigt, dass betriebliche und gewerkschaftliche Kämpfe auch im Sozial- und Gesundheitsbereich sehr wohl möglich und wirksam sind. Und gerade aktuell werden massive gewerkschaftliche Maßnahmen notwendig sein, um Verbesserungen zu erreichen. KOMintern fordert die Gewerkschaften auf, diese zu organisieren und steht all jenen tatkräftig zur Seite, die dafür aktiv werden!

Wir fordern:

  • Lohn- und Gehaltserhöhung von mind. 7% sofort und eine generelle Sonder-Anhebung der Sozial-KV´s um 17%
  • Weitere Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich für den Sozial- & Gesundheitsbereich
  • Mehr Personal und mehr Ressourcen für alle Bereiche!