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Solidarität mit dem KollegInnen bei KBA!

KOMintern-Flugblatt zum Arbeitsplatzabbau bei KBA in Mödling

Flugi_KBA-webLiebe Kollegen, liebe KollegInnen,

Wir alle wissen, Euch droht eine gewaltige Kündigungswelle, ein personeller Kahlschlag. Über die Hälfte der Mödlinger/Maria Enzersorfer, vielfach langjährige, Mitarbeiter sollen auf handstreichartige Weisung aus Würzburg kurzerhand auf die Straße gesetzt werden: 460 Beschäftigte, 70 davon in Ternitz, das als gesamter Standort vor der Totalschließung steht.

Und das, obwohl der traditionsreiche Standort Niederösterreich hoch profitabel ist und zu den besten innerhalb des Konzerns gehört. Eine überfallsartige Umstrukturierung, die ebenso rein profitorientiert wie widersinnig ist, und den Produktionsstandort in seiner bisherigen Form zerschlägt, wenn nicht gar gesamt in Frage stellt. Zumal das, gegenüber dem rückläufigen Rollen- und Bogendruckmaschinenabsatz, wachsende Geschäft mit Verpackungs-Druckmaschinen aus rein borniertem Grund an den deutschen Standort Radebeul verloren geht.

Dabei böte gerade der Standort Mödling alle Möglichkeiten einer nachhaltigen Gesamt-Perspektive. So ist der Weltmarkt für Bogendruckmaschinen zwar in der Tat rückläufig, das Geschäft mit Banknotendruckern, in welchem KBA bekanntlich über ein nahezu absolutes Weltmarktmonopol verfügt, aber ein stabiler Kernzweig. Ein Produktionszweig, der sich vor allem durch ein Höchstmaß an Qualität, Präzision und Know-how wie höchst qualifizierter Facharbeit auszeichnet – und in strategischer Perspektive durch entsprechende Synergien auch die Qualität der Bogenmaschinen auf ein Absatz sicherndes Spitzenniveau bringen könnte.

Wir alle wissen um die geforderte Präzision des Banknotendrucks, des Drucks von Reisepässen, Personalausweisen, Führerscheinen, und die permanenten Neuerungen. Eine Fachkompetenz, die in einer Qualitätsoffensive in enger innerbetrieblicher Kooperation und manigfacher Qualitäts-Synergie der Produktionszweige eine nachhaltige Gesamt-Perspektive böte. Der Konzern-Zentrale geht es jedoch nur um den Abbau von mißliebigen Kapazitäten, um die Gewinne zu steigern. Ein reines Gewinnmaximierungsprogramm, dem es sich mit aller Kraft zu widersetzen gilt.

Die Antwort liegt vielmehr in einer Qualitätsoffensive. Und diese  ist nirgendwo besser als in Synergie mit dem hochtechnologischen Banknotendruck angesiedelt. Und hierfür ist Mödling als Qualitäts- und Produktionszentrum geradezu prädestiniert.

* Streik und Kampf um jeden Arbeitsplatz! * Für einen strategischen Ausbau des Qualitäts-zentrums Mödling! * Gemeinsamer Widerstand ist notwendig!

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