Die klassenkämpferische Kraft!

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Multiplizierte Entsouveränisierung im Profitinteresse der Banken und Konzerne

jeftaGeht es nach dem Fahrplan der ökonomisch Herrschenden und ihrer politischen Geschäftsführer diverser Couleur, soll am Brüsseler-Gipfel kommenden Mittwoch nun auch das EU-Japan Freihandels- und Investitionsabkommen JEFTA („Japan-EU-Free-Trade-Agreement“) feierlich auf den Weg gebracht werden und mit Jahresbeginn 2019 parallel zu CETA in Kraft treten

Dabei gelobten die politischen Eliten nach ihrem Coup gegen den europaweiten Anti-CETA-Widerstand heuchlerisch „Besserung“. Die Politik erklärte sich offiziell „geläutert“: Die intransparenten Praktiken der Verhandlungen von Freihandels- und Investitionsschutzabkommen sollten (zumindest in ihrer bisherigen Form) der Vergangenheit angehören, hinkünftig zudem auch mehr Rücksicht auf die Sozial-, Beschäftigungs-, Verbraucher- und Umweltstandards genommen werden, und auch die bislang einseitige Bedienung der Profit- und Investoreninteressen sozusagen etwas „austariert“ werden. Weiterlesen

Mit einem heißen Herbst den 12-Std.-Tag kippen!

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Die schwarz-blaue Koalition hat den 12-Stunden-Tag, die 60-Stunden-Woche und weitere rigorose Arbeitszeit-Flexibilisierungen zwar gesetzlich gegen alle Widerstände parlamentarisch durchgepeitscht.

Aber die Gewerkschaften und wir Arbeitenden haben es noch in der Hand diesen Raubzug gegen unsere Löhne, den Angriff auf unsere Freizeit und den Raubbau an unserer Gesundheit auszuhebeln.

Die vielfältigen öffentlichen wie betrieblichen Protestaktionen,  über 2.000 Betriebsversammlungen, landesweiten Betriebsräte-Konferenzen und die Großdemonstration am 30. Juni mit weit über 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, brachten einerseits den immer heftiger werdenden Unmut und die breite Wut zum Ausdruck. Zugleich zeigten sie eindringlich die Kampfbereitschaft breiter Teile der Arbeitenden gegen diesen Frontalangriff auf – nicht zuletzt gegen das gesetzliche Ausboten der Gewerkschaften und der betrieblichen Mitbestimmung durch die Betriebsräte. Gänzlich unverblümt erklärte FPÖ-Klubobmann J. Gudenus zu letzterem, dass es der Regierung dabei darum geht, „dass der Betriebsrat eben nicht mehr seine Macht ausüben kann und seine Kontrollfunktion“. Weiterlesen

Machtvolles Zeichen gegen den 12-Stunden-Tag

Am 30.6. beteilgten sich weit über 100.000 Menschen an der ÖGB-Großdemo gegen den 12-Stunden-Tag – sie haben klar gemacht, dass sie sich den Generalangriff der Regierung auf unsere Recht nicht gefallen lassen werden.

Hier einige Impressionen:

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So soll Gewerkschaft!

so-soll-gewerkschaftEs ist richtig und überfällig, auf das schwarz-blaue Flächenbombardement endlich mit der österreichweiten Einberufung von BR-Konferenzen und Betriebsversammlungen zu reagieren, auf die Straße zu gehen und die Schlagzahl zu erhöhen. Denn der Unmut und die Wut über die Regierungsvorhaben werden zu Recht immer heftiger.

Mit der nunmehrigen ÖVP-FPÖ rechts-außen Koalition trat eine direkte Regierung der Industriellenvereinigung an die Staatsspitze. Sowohl der Shootingstar des heimischen Kapitals an der Spitze der ÖVP, Sebastian Kurz, wie die schon etwas abgehalfterte blaue Frontfigur H.C. Strache, wetteifern nur so darum, wer das neoliberalste Sammelsurium zu brauen imstande ist und die erste Geige im Wunschkonzert der Reichen, der Industriellen und der Banken zu spielen vermag. Weiterlesen

Auf die Straße – vor die Werktore!

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ÖGB-Demonstration gegen den 12-Stunden-Tag
30. Juni, 14:00
Wien, Westbahnhof

Freunde und Freundinnen einladen und am wichtigsten: hinkommen, live dabei sein und lautstark gegen den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche auftreten! Wir sind bereit!

Treffpunkt Westbahnhof, Marsch über Mariahilfer Straße und Ring, Abschlusskundgebung am Heldenplatz.

Widerstand & Klassenkampf gegen den 12-Stunden-Tag!

011885 wurde der 12-Stunden-Tag unter Kaiser Franz Joseph wegen seiner gesundheitsschädigenden Auswirkungen in seinerzeitiger Form in Fabriken abgeschafft

2014 wurde er unter SPÖ-geführter Regierung aus der Mottenkiste geholt und mit dem „Plan A“ 2017 erneut auf die Agenda gesetzt.

2018 will uns Schwarz-Blau nun mit dem 12-Stunden-Arbeitstag und der 60-Stunden-Woche definitiv mit Vollgas ins 19. Jh. zurück katapultieren.

Die Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer und finanzstarken Großspender haben bei ihren willigen schwarz-blauen Vollstreckern den 12-Std.-Tag und eine rigorose Flexibilisierung der Arbeitszeit bestellt. Voilá, mit dem überfallsartig eingebrachten Arbeitszeitflexibilisierungs-Paket sollen sie ihre Wünsche jetzt erfüllt bekommen. Weiterlesen

Prolog in Alt-Ägypten: Jetzt gilt’s!

freiwilligNach diesem Motto wehrten sich bereits die Nekropolenarbeiter im alten Ägypten während der Regierungszeit des Pharao Ramses III. – im ersten überlieferten Arbeitskampf der Weltgeschichte. Während aktiver Arbeitskampf um unsere Interessen, gar Streiks – in anderen Ländern völlig normale gewerkschaftliche Mittel und Kampfformen – in Österreich mit einem Tabu belegt sind, legten die thebanischen Nekropolenarbeiter 1155 v.u.Z. als Antwort auf die staatlichen Einschnitte ihre Arbeit nieder. Bis sie nach einem achttägigen Streik selbst den „Gottkönig“ Ramses III. in die Knie zwangen und ihre Forderungen durchsetzten…

Der “freiwillige” 12-Stunden-Tag

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Der erneute Vorstoß der Bundesregierung in Richtung Ausweitung der Arbeitszeiten mit 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche ist keine “Anpassung an moderne Lebenswelten” wie sie vor sich hin lügen, sondern ein gewaltiger Angriff auf unsere Rechte. Wer im Gegensatz zu Kurz und Co. weiß, wie es ist zu arbeiten, weiß auch ganz genau, dass es mit der sogenannten “Freiwilligkeit” im realen Arbeitsleben nicht weit her ist.
Nur über gewerkschaftlichen Kampf und Widerstand aus den Betrieben werden sich die schwarz-blauen Attacken zurückschlagen lassen – nur so können Regierung und Kapital die Stirn geboten werden!

Kämpferischer Akzent am lauen ÖGB-Kongress

Nach eiligst einberufenen Vorstände- und Betriebsrätekonferenzen im Vorfeld des ÖGB-Kongresses, wurden hohe Erwartungen an das höchste Gewerkschaftsgremium geweckt. Wer sich jedoch erwartete hatte, dass der schlummernde Riese seinen Lackmustest als Kampfinstrument gegen die schwarz-blauen Frontalangriffe besteht, sah sich enttäuscht. Trotz der mit der Wachablöse an der Gewerkschaftsspitze von Erich Foglar zur Wolfgang Katzian eingezogenen hemdsärmeligeren Rhetorik, blieben Beschlüsse zu konkreten Kampfmaßnahmen aus.oegb-kongress_aufruetteln

Einen rühmlichen Paukenschlag im lau vor sich hin dümpelnden „Sozialpartnerschafts“-Konzert setzte denn auch vielmehr die Gewerkschaftsjugend mit ihrer standhaften Protestaktion während der gesamten Rede der blauen „Sozial“ministerin, die skandalöser Weise als Rednerin eingeladen wurde.

Allerdings liess sich der Unmut und die Kampfbereitschaft vieler Delegierter von der Kongress-Regie nicht völlig zudecken. So unterzeichneten hunderte TeilnehmerInnen des Kongresses und über 20% der ordentlich Delegierten den auch von KOMintern mitbetriebenen Initiativantrag „ÖGB aufrütteln!“, der ganz konkrete Widerstands-, Aktions- und Arbeitskampfmaßnahmen beinhaltet. Bereits in den Wochen vor dem ÖGB-Kongress hatten über zweihundert BetriebsrätInnen, gewerkschaftliche AktivistInnen und FunktionärInnen die Initiative namentlich unterstützt. Diese breite Unterstützung und der aktive Zuspruch aus vielen Betrieben, Betriebsratsgremien und Basisinitiativen ist daher als umso größerer Erfolg zu werten. Denn nur über eine Rückverwandlung der Gewerkschaft in eine Kampforganisation und der Entfaltung des Widerstands aus den Betrieben lassen sich die schwarz-blauen Attacken zurückschlagen.

Zwar wurde der Initiativantrag Weiterlesen