Die klassenkämpferische Kraft!

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Rise up for your Right!

Weltweit beteiligten sich auch heute wieder Millionen Frauen an den „One Billion Rising“-Kundgebungen und –Demonstrationen. One-Billion-Rising-Streiksoli

In Wien gaben die Veranstalterinnen anlässlich des aktuellen Arbeitskampfes des überwiegend weiblichen privaten Sozial- und Gesundheitsbereich kämpferischen Gewerkschaftsaktivistinnen das Wort und solidarisierten sich die TeilnehmerInnen zugleich lautstark mit den Warnstreiks und Beschäftigten.

STREIK!

Aufgrund der monatelangen unnachgiebigen Blockade der Arbeitgeber im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich (SWÖ) gegen die Forderungen der Gewerkschaften nach kräftigen Lohn-/Gehaltserhöhungen, einer unabdingbaren Arbeitszeitverkürzung, sowie der Aufwertung der Pflegekräfte erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck und nehmen nunmehr österreichweit den Arbeitskampf auf. streiken wuerd ich liken

Gestützt auf die zuvor quer durchs Land gefällten Streikbeschlüsse in den Betrieben, die Streikfondsfreigabe des ÖGB und den einstimmigen Beschluss des KV-Verhandlungsteams legen die KollegInnen der Branche daher noch diesen Donnerstag 15.2. bzw. Freitag 16.2. die Arbeit nieder und treten in den Warnstreik. Zunächst für je 3 Stunden, als gleichzeitiges Symbol der geforderten wöchentlichen Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden.

Für Dienstag 27.2. und Mittwoch 28.2. ist in einem zweiten Schritt die Ausweitung der Streikauseinandersetzungen sowie ein gemeinsames Hinaustragen des Arbeitskampfes aus den Betrieben auf die Straße geplant.

Denn kräftige Lohnabschlüsse und die 35-Stunden-Woche lassen sich ganz offensichtlich weder auf den ausgetretenen Pfaden eines „sozialpartner“schaftlichen „Ringens am grünen Tisch“, noch mittels guter Argumente heraushandeln –  sondern brauchen als handfeste Interessens- und Machtfragen vielmehr sichtlich des großen Konflikts.

Jetzt gilt’s – mit Marx gesprochen – unseren „Druck noch drücker“ zu machen und die kämpfenden KollegInnen branchenübergreifend solidarisch zu unterstützen. Und in eins damit, noch intensiver auf einen Kurswechsel der Gewerkschaften und ihre Umwandlung aus einem braven „Ordnungsfaktor“ des Systems in eine Kampfinstrument der Arbeitenden zu drängen.

Jetzt gilt´s: Streik im Sozial- und Gesundheitsbereich!

Aufgrund der permanenten Blockade der SWÖ-Arbeitgeber gegen einen ordentlichen KV-Abschluss kam es auch auf der letzten regulären Verhandlungsrunde zu keiner Einigung. Zwar haben die Arbeitgeber das ursprünglich absurd niedriges Lohnerhöhungs-“Angebot“ geringfügig nachgebessert, trotzdem würde dies einen faktischen, nicht akzeptablen Reallohnverlust bedeuten. lieber streik statt schlechter abschluss

Auch in Sachen Arbeitszeitverkürzung (Stichwort: 35-Std.-Woche) sperren sich die Arbeitgeber weiterhin. Einziges nebuloses Zugeständnis: Sie werden sich dazu herablassen, nach einem Jahr Verhandlung unverbindlich „darüber nachzudenken“…. Weiterhin strikt verweigert wird, die Kompetenzerweiterung in den Berufen des GuKG finanziell abzugelten. Nur die Diplomierten sollen lächerliche magere paar Euro monatlich dazubekommen.

Zurecht hat das gewerkschaftliche Verhandlunsgteam einstimmig beschlossen, auf diesen Affront mit der Einleitung von Kampfmaßnahmen und Warnstreiks zu antworten!

„Kräftige Lohnerhöhungen & Arbeitszeitverkürzung erreichen wir sichtlich erst mit massivem Arbeitskampf!“ KOMintern-AK-Räte Selma Schacht und Can Tohumcu

Arbeitszeitverkürzung JETZT!

Denn unsere Arbeit wird immer intensiver. Für viele ist es schon jetzt körperlich und psychisch unmöglich, Weiterlesen

KV Bildungsbereich: Online-Petition gestartet!

Bald beginnen die Kollektivvertragsverhandlungen im privaten Erwachsenenbildungsbereich. In diesen Verhandlungen wird über die Arbeitsbedingungen in Firmen wie BFI, Mentor, ibis acam, …., von Unterrichtenden, TrainerInnen u.a. verhandelt.  protestaktion_deutschlehrende1
Die Unterrichtenden  der Basisinitiative “Deutschlehrende in der Erwachsenenbildung” (DiE) hat dazu eine Petition gestartet. So soll den BetriebsrätInnen der Betriebe mit Nachdruck mitgeteilt werden, dass sie für eine qualitativ hochwertige Arbeit mehr Vorbereitungszeit und höhere Löhne fordern und  so dicht hinter ihnen stehen wollen, dass sie keinen Schritt zurückweichen.
Die gesammelten Unterschriftenlisten werden am Di., 13.02. bei der BABE-Betriebsräte-Konferenz, im Rahmen einer Aktion übergeben. Alle sind eingeladen, mitzumachen, Transparente zu malen oder A3-Zettel zu beschreiben. Bereits im Vorfeld der Kollektivvertrags sind alle aufgerufen, mit den Betriebsräten und v.a. KollegInnen über die Forderungen, die im Raum stehen, zu sprechen.
Der erste Schritt dazu ist die Petition: Bitte druckt sie aus uns lasst KollegInnen zahlreich unterschreiben. Selbst 1-2 Unterschriften auf einer Liste zählen. Schickt sie gescannt oder abfotografiert bis spätestens 12.2.2018 an  agpetition@lists.riseup.net

Do, 8.2. Opernballdemo 2018: Gegen die Regierung der Reichen!

OPERNBALLDEMO 2018 GEGEN DIE REGIERUNG DER REICHEN
8. Februar 2018, 18:00, U6 Josefstädterstraße

Turbulente Zeiten kommen auf uns zu. Das Kapital bereitet neue Angriffe auf die breite Mehrheit der Bevölkerung vor und findet in der neuen Regierung eine willige Vollstreckerin. Es steht ein Regierungsprogramm vor der Tür, das den Wunschzettel der Banker und Industriellen erfüllt. Die übrigen Parlamentsparteien bieten weder eine Alternative im Interesse der Mehrheit noch stellen sie dieses System grundsätzlich in Frage. Während die Einen eine aggressive neoliberale Rhetorik an den Tag legen, lügen uns die Anderen die Möglichkeit eines „sozialen Kapitalismus“ vor. Sie alle sind Teil des kapitalistischen Einheitsbreis.

Am Opernball feiern die tatsächlich Reichen und vermeintlich Schönen zusammen mit ihren Handlangern aus der Politik. Gleichzeitig ist der Alltag für alle anderen immer schwieriger zu bewältigen: Nulllohnrunden, Kürzungen im Sozialbereich und Weiterlesen

Demo 3.2.: Nein zu Schwarz-Blau und Nein zum rechtsextremen Burschenbundball in Linz!

Sozialabbau im ganzen Land – Unsere Antwort: Widerstand! demo-linz-03022018
Nein zu Schwarz/Blau und Nein zum rechtsextremen Burschenbundball in Linz!
Samstag, 3. Februar 2018, 16:30 Uhr
Treffpunkt: am Pfarrplatz in Linz
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Aufruf des internationalistischen Blocks:

Die neue Regierung steht fest. Und was der ArbeiterInnenklasse in den nächsten Jahren droht, haben die letzten Wochen bereits gezeigt: Der 12-Stunden-Arbeitstag und die 60-Stunden-Arbeitswoche, Studiengebühren, eine regelrechte Enteignung der Erwerbslosen und massive Angriffe auf erkämpfte Arbeitsrechte und gewerkschaftliche Interessensvertretungen. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen und Reformen führen zur unmittelbaren Verschlechterungen der Arbeits- und Lebensumstände der breiten Mehrheit der Bevölkerung und stärkt gleichzeitig die Position des Kapitals sowie die vorherrschenden kapitalistischen Ungleichheitsverhältnisse im Land stärken.

Für uns ist klar, dass der Widerstand Weiterlesen

KV Soziales: österreichweite Protestmaßnahmen

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Eine von 9 Kundgebungs-Stationen in Wien: Die Zentrale des Hilfswerks

Beschäftigte protestieren mit Gewerkschaften vor Betrieben für höhere Einkommen, Arbeitszeitverkürzung und Verbesserungen für Pflegeberufe

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die über 100.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurden letzten Donnerstag ohne Ergebnis unterbrochen. Die zuständigen Gewerkschaften vida und GPA-djp halten deshalb heute gemeinsam mit BetriebsrätInnen und Beschäftigten einen österreichweiten Protest-und Aktionstag ab. Bei außerordentlichen Betriebsversammlungen und öffentlichen Aktionen vor den größten Betrieben werden die Beschäftigten und die Öffentlichkeit über die Forderungen und Anliegen informiert.

Die Gewerkschaften haben bereits Ende der Vorwoche eine Streikfreigabe beantragt. Betriebsrätin und KOMintern-AK-Rätin Selma Schacht, selbst auch Mitglied des großen Verhandlungsteams, dazu:

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Selma Schacht führte durch den gesamten Aktionstag und motivierte betriebsräte und Beschäftigte zu mutigem Auftreten

“Jetzt geht es darum, nicht klein beizugeben und die bisherigen Vorbereitungen auch in die Tat umzusetzen. Wenn sich die Arbeitgeber nicht massiv viele Schritte nach vorne bewegen, darf es morgen keinen KV-Abschluss geben, denn es wäre ein fauler Kompromiss. Viele BetriebsrätInnen, viele KollegInnen sind streikbereit. Gerade in Zeiten wie diesen, wo uns im Sozial- und Gesundheitsbereich durch die schwarz-blaue Regierung noch katastrophale Einschnitte bevorstehen, müssen wir jetzt unseren Widerstand zeigen und unsere Forderungen gemeinsam erkämpfen!”

Bilder von den österreichweiten Protestmaßnahmen GPA-djp

Facebook-Fotoalbum BR WKuJB

KV-Auseinandersetzung Sozialbereich geht weiter: Streikplanung!

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Eine beeindruckende Demo mit tausenden KollegInnen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich, die in ihrere Arbeitszeit auf die Straße gingen fand am 24.1. in Wien statt. Hier das Video der Rede von KOMintern-AK-Rätin und BR-Vorsitzender Selma Schacht zum Thema “Mut zum Kämpfen!”

In den Abendstunden des 24.1. wurden die Verhandlungen des Sozial- und Gesundheitsbereichs (SWÖ-KV) erneut unterbrochen. Von Seiten der Arbeitgeber kamen wieder keine verhandelnswerten Angebote bzw. wieder ein kategorisches Nein zur Arbeitszeitverkürzung.
Nun finden am 30.1. österreichweit öffentliche Aktionen vor den Zentralen der 28 Arbeitgeber-VerhandlerInnen statt, und in Gewerkschaften und Betrieben werden nun ganz konkret Streiks vorbereitet.

Ab jetzt werden Betriebsversammlungen in den Betrieben organisiert, bei denen über einen Streik informiert, diskutiert und abgestimmt wird.

Wenn die Arbeitgeber am nächsten Verhandlungstag (31.1.2018) wieder zu keinem akzeptalen Abschluss gewillt sind, werden – nach der für die Branche notwendigen Vorlaufzeit – dutzende Betriebe bestreikt!

Arbeitszeitfragen sind Machtfragen

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Gastkommentar von Achim Bigus,  Werkzeugmacher,
freigestellter Vertrauenskörper-Leiter der IG Metall bei Volkswagen

Im laufenden Tarifkonflikt in der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist zurzeit ein seltsames und lehrreiches Schauspiel zu erleben.

Die IG Metall fordert neben einer Erhöhung der Einkommen um sechs Prozent zum ersten Mal seit über zehn Jahren eine Reduzierung der Arbeitszeiten:

  • Alle IG Metall-Mitglieder sollen einen Rechtsanspruch bekommen auf eine „Wahloption“ für „kurze Vollzeit“ – Verkürzung der individuellen regelmäßigen Wochen-Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für bis zu zwei Jahre, wobei die abgesenkten Stunden zu Freischichten oder längeren Freizeitblöcken gebündelt („verblockt“) werden können;
  • Diese „kurze Vollzeit“ bezahlen, wie bei Teilzeit, zunächst die Arbeitenden selbst durch entsprechenden Lohnverlust – aber anders als bei Teilzeitarbeit nach dem deutschen Teilzeit- und Befristungsgesetz soll es ein Rückkehrrecht auf Vollzeit geben;
  • Für alle, welche diese „kurze Vollzeit“ in Anspruch nehmen wegen Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder besonders belastenden Arbeitszeiten wie Schichtarbeit soll es zudem einen Entgeltzuschuss geben – nicht einkommensabhängig, sondern als Festbetrag, um besonders die unteren Einkommensgruppen vor zu hohen Lohnverlusten durch die kürzere Arbeitszeit zu schützen.

Zumindest der Vorsitzende der IG Metall verbindet diese Forderungen nicht mit der Perspektive einer weiteren Arbeitszeitverkürzung für alle: „Es geht schon lange nicht mehr um die weitere kollektive wöchentliche Arbeitszeitverkürzung. Stattdessen wollen wir den unterschiedlichen Lebenslagen der Menschen gerecht werden: Eltern haben andere Arbeitszeitansprüche als junge Leute, die gerade ausgelernt haben oder von der Hochschule kommen, oder Menschen, die Angehörige pflegen. Ältere wollen flexible Übergänge in die Rente. Mehr Selbstbestimmung und Flexibilität für die Beschäftigten sind unser Ziel.“

Bemerkenswert ist die Reaktion der Unternehmerverbände auf diese eher bescheidenen Forderungen Weiterlesen

Jetzt kämpfen!

Aufgrund der Frotzelei der Arbeitgeber wurde die 2. KV-Verhandlungsrunde SWÖ seitens der Gewerkschaften völlig zurecht frühzeitig unterbrochen! demo-swoe_2017_sozialbereich
  • Am 18.1. findet eine österreichweiter Betriebsräte-Konferenz statt.
  • Am 19.1. findet um 17.00 Uhr der „Sozial, aber nicht blöd“-Workshop „Betriebliche Aktionen konkret umsetzen“Amerlinghaus (Stiftg. 8, 1070 Wien)
  • Am 24.1. starten um 15.00 Uhr beim Museumsquartier Betriebsversammlungen plus Demo der Beschäftigten des Wiener Sozial- und Gesundheitsbereichs.

Das “Angebot” von 2,1% auf die KV-Mindestgehälter (= +0,15% auf die Inflation, bzw.+ 0,05% für die IST-Gehälter und +0% (!) zur Inflationsrate für alte Gehaltstafeln…) ist ebenso inakzeptabel wie das kategorische „Nein“ der Arbeitgeber in Sachen Arbeitszeitverkürzung (Stichwort: 35-h-Woche) bzw. die Verweigerung, die Kompetenzerweiterung in den Berufen des GuKG finanziell abzugelten.

Einer der maßgeblichen Arbeitgeber-Verhandler verstieg sich sogar zur der Aussage, dass der Sozialbereich ob der vielen Teilzeitbeschäftigten Weiterlesen