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KV-Verhandlung Papierindustrie: Jetzt kämpfen!

faust mit papier-1Wieder einmal müssen wir den schon traditionellen Katzenjammer der „Papier- und Pappeerzeugenden Industrie“ über uns ergehen lassen: Mit lächerlichen 1,78% wurde uns die niedrigste Lohn- und Gehaltserhöhung der gesamten Industriebranchen „geboten“.

Zeitgleich läßt Branchen-Platzhirsch Mayr-Melnhof Karton AG Champagner servieren. Nach einem weiteren Rekordergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres 2013, den Gewinn nochmals von 120 Mio. (2012) auf 123 Mio. (2013) hinaufschraubend, erhöht das adelsgeschlechtliche Traditionsunternehmen unter Erbfolger Franz VI. die Dividenden und schüttet für 2013 noch eine Sonderdividende in gleicher Höhe aus. Die Ausschüttung an die Aktionäre wird damit mehr als verdoppelt.

Ein in diesem Zusammenhang geradezu besonderer Affront ist, dass die Champagnerkorken der Gewinnausschüttungsparty genau am Tag nach der vierten Verhandlungsrunde und versuchten billigen Abspeisung der Beschäftigten knallen werden.

Die nicht von blauem Blute, aber von 2000 bis 2002 den blauen Zweiten Nationalratspräsidenten stellende Prinzhorn Familienholding, gefällt sich unter Spross Cord Prinzhorn nunmehr als Partei-Financier der wirtschaftsliberalen und arbeitnehmerfeindlichen Neos.

Die in der Society weniger profilierten Branchen-Größen zeichnen sich vor allem durch steigende Gewinnausschüttungen an die Eigentümer aus. Die Ausschüttungsquote wurde auf exorbitante 86,4% gehieft (2013).

Dementsprechend positiv wird denn auch die weitere Geschäftslage  der Papier- und Pappe-Industrie eingeschätzt. Zusammen mit den hervorragenden Eigenkapitalreserven, sehr gutem Cash Flow und der steigenden Umsatzrentabilität der Branche, bestehen eigentlich beste Voraussetzungen für kräftige Lohnabschlüsse.

„Angeboten“ wurde, wie wir wissen, jedoch ein Pappenstiel von lächerlichen 1,78%  – der niedrigste Prozentsatz aller Industriebranchen, schlichte 0,0 % „über“ der Inflationsrate.

Gerade als KOMintern stehen wir voll und ganz hinter den Beschlüssen der Betriebsversammlungen: „Wenn am 12. Mai kein zufriedenstellendes Ergebnis am Tisch liegt“ ist in der Tat „alles Erforderliche zu unternehmen, um unsere berechtigten Forderungen durchzusetzen.“

  • -> Die erforderlichen Kampfmaßnahmen dürfen sich jedoch nicht in symbolischen Gesten erschöpfen!
  • -> Die Auseinandersetzungen müssen um unserer Arbeits- und Lebensinteressen willen gemeinsam und konsequent geführt werden!
  • -> Die ÖGB- und AK-Spitzen dürfen nicht neuerlich, wie so oft schon geschehen, faulen Kompromissen zustimmen. Gemeinsam muss verhindert werden, dass durch Kompromisse auf Kosten unserer Interessen die Beschäftigten abermals verraten und verkauft werden!
  • -> Kein Zurückweichen vor diesem Frontalangriff der Papierindustriellen!
  • -> Für eine offensive Lohn- und Gehaltspolitik – für kräftige Erhöhungen!
  • -> Für die Stärkung der konsequenten und kämpferischen Kräfte in Gewerkschaft & AK!