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Konsequent handeln im Handel!

kassazettel-2014„Die prophezeite Krisenentwicklung findet im Handel nicht statt“ – so die Chefverhandler vor der KV-Runde letzten Herbst zurecht. Warum dann aber ein Handels-KV-Doppelabschluss entlang der Null-Linie?

Entgegen dem allgemeinen Katzenjammer und dem einen oder anderen namhaften Aus wie Niedermeyer und Schlecker entwickelt sich die Handels-Branche durchaus stabil. Und auch die beiden genannten sind nicht etwa an den Löhnen ihrer Beschäftigten gescheitert, sondern an ihrer falschen Einkaufs-, Preis- und Standortpolitik.

Die Eigenkapitalrentabiliät des Handels war die letzten Jahre äußerst solide und die zweithöchste hinter der Sachgütererzeugung. Die Handelsbranche ist denn auch hoch profitabel.
Ein beruhigender Polster also, mit dem der Handel ins viel bejammerte Vorjahr ging. Ein Jahr, das mit Startschwierigkeiten begann, ehe die Wirtschaft mit Herbst wieder an Kraft gewann und damit die zwischenzeitliche „Talsohle durchschritten“ hat (WIFO). Und die Konjunktur wird sich 2014 und 2015 allen Prognosen nach weiter erholen. Der Lebensmittelhandel etwa wuchs auch schon 2013 um stolze 3,2%. Und Branchen-Primus SPAR konnte seinen Inlandsumsatz von 2012 auf 2013 überhaupt um satte 4,3% steigern, Drogerie-Platzhirsch dm im heurigen 1.Quartal um 4,8%.

Diese gute Lage des Handels beweisen auch die Gewinnausschüttungen – mit rund 635 Mio. Euro für 2013  nur knapp unter den rd. 650 Mio. von 2012 liegend, ist Kontinuität und Stabilität angezeigt.

* Die durchschnittl. Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals von 2011 auf 2012 um mehr als 3 Prozentpunkte auf 12,3% hinaufgeschraubt!

* Parallel die Eigenkapitalquote auf hervorragende 41,5% gesteigert!

Es reicht! Zeit, den Handelsunternehmen endlich die Stirn zu bieten und dem „sozialpartner“schaftlichen Gewerkschaftskurs die Rote Karte zu zeigen!

Neben der längst überfälligen Anhebung der Mindestgehälter gab es durch den letzten KV-Abschluss für alle andren ein mageres Plus von 0,1%  -  0,3% auf die Inflationsrate für 2014 und einen Aufschlag von 0,4% auf den VPI für 2015.  Dies, zumal noch in einer hinterherhinkenden Niedriglohnbranche, „eine deutliche reale Gehaltserhöhung“ zu nennen, wie sich die sozialdemokratischen Gewerkschafts-Spitzen verstiegen, grenzt an soziale Realitätsverweigerung.

Für jede fünfte (Zwangs-)Teilzeitbeschäftigte im Handel reicht das Einkommen nicht zum Leben aus.  Für die Beschäftigten im Land ist „heuer bereits das fünfte Jahr in Folge, in dem die Einkommen real zurückgehen“, so unlängst erneut das WIFO.  Und legt man dem Handels-Abschluss die tatsächliche Teuerung bei Nahrungsmittel, Wohnen und Energie (2013 bei + 4%) zugrunde, vermag dies auch nicht zu wundern – schlossen die GPA-djp-VerhandlerInnen schließlich mit einem erneuten glatten Reallohnverlust für weitere zwei Jahre ab.

  • Zeit, die Rechnung zu präsentieren!
  • Zeit, sich auch im Handel stärker gewerkschaftlich zu organisieren!
  • Zeit für eine konsequente Stimme!