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Klare 2/3-Mehrheit für Arbeitszeitverkürzung!

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Kürzer arbeiten – leichter leben!
Motto der GPA-djp Aktionswoche von 15. bis 19. Juni
© GPA-djp

Nach Jahrzehnten eines gesetzlich-allgemeinen Arbeitszeitverkürzungsstillstands (seit 1975), einer kontinuierlich absackenden Lohnquote und des Reallohnverlusts, des zunehmenden Arbeitsdrucks, sowie einer explodierenden Arbeitslosigkeit bedarf es dringendst einer radikalen Arbeitszeitverkürzung und gesellschaftlichen Umverteilung auf alle im Land! – so das verdichtete Resümee des aktuellen KOMintern-Falters. Und das sehen auch die Beschäftigten im Land so, sich die ökonomische Produktivitätssteigerung der zurückliegenden Jahrzehnte auch in Form von mehr freier Zeit aneignen wollend. Sprich in Form des Gewinns an Eigenzeit fürs Private, für Muße, Genuß und Selbstentfaltung.

Dergestalt plädieren laut einer heute präsentierten IFES-Befragung der heimischen Angestellten zum Thema Arbeitszeit satte 2/3 aller Angestellten im Land (66%) für eine Senkung der gesetzlichen Arbeitszeit auf eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Rechnet man die befragten leitenden Angestellten heraus, liegen Zustimmung und Verlangen noch höher. So sprachen sich ganze 72% aller einfachen Angesellten etwa für die längst überfällige Durchsetzung der von ÖGB und AK schon seit Jahrzehnten geforderten 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich aus. Bei den unter 35jährigen, jüngern Beschäftigten versammelt das Votum nach einer derartigen Arbeitszeitverkürzung überhaupt eine 3/4-Mehrheit auf sich. Eine ähnliche Einhelligkeit besteht im Ansinnen auf eine 6. Urlaubswoche für alle (unbesehen der Beschäftigungsdauer in einer jeweiligen Firma).

Zahlen, die ein deutliches Votum der Beschäftigten im Land markieren und als Auftrag an die Gewerkschaften gelesen werden müssen. Ein Auftrag jedoch, dem man sich nicht mit defensiven Selbstbeschränkungen auf eine zumindest Wiederheranführung der Real- an die gesetzliche Arbeitszeit, oder des zum einen zwiespältigen, wie zudem nur für bestimmte Branchen und Einkommenssegmente stehenden „Auswegs“ des Abtausches mehr freier Zeit gegen Lohnerhöhungen (so genannte „Freizeitoption“) entschlagen wird können.

Soll die heute gestartete und an sich begrüßenswerte GPA-djp-Kampagne „Kürzer arbeiten – leichter leben. Die Arbeitszeit neu verteilen“ realiter so nicht schon im Ansatz versanden, gar die Bojen falsch setzen, gilt es den Kampf um eine weitreichende Arbeitszeitverkürzung auch konsequent aufzunehmen. Denn durchsetzen lassen wird sie sich nur in breiter Mobilisierung und kämpferischem, zähem Ringen. Das Mandat dafür haben GPA-djp und ÖGB, wie die aktuelle IFES-Befragung unter Beweis stellt, durch die Beschäftigten bereits erhalten. Dieses wieder „sozialpartner“schaftlich aus der Hand zu geben, wäre ein fataler Schritt – und eine gänzlich falsche Option.

Jetzt liegt’s an uns, gemeinsam wie gewerkschaftsübergreifend den Kampf zu führen!

KOMintern-Falter zum Download

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