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Keine Zusammenarbeit mit den „Grauen Wölfen“!

wölfe vor parlament

Nicht mit den Wölfen heulen!
Heute tagte der SPÖ-Bundesparteivorstand im Parlament, bei dem auch die Zusammenarbeit der Linzer SP mit den faschistischen Grauen Wölfen auf der Tagesordnung stand. Davor machte KOMintern in Kooperation mit oberösterreichischen AntifaschistInnen auf diesen unsäglichen Umstand aufmerksam und forderte die SPÖ-Vorstandsmitglieder auf, jegliche Zusammenarbeit mit dem MHP-Tarnverein Avrasya sofort zu beenden.

 „Avrasya“ heißt die Linzer Organisation der „Grauen Wölfe“, einer rechtsextremen türkischen Bewegung. Die „Grauen Wölfe“ verbreiten eine Hass-Ideologie: Sie hetzen gegen Juden, Kurden, Armenier und Linke. Und sie stehen für eine blutige Geschichte: In der Vergangenheit haben sie zahlreiche Anschläge verübt und rund 5000 Menschen ermordet.

Vereine wie „Avrasya“ gibt es in ganz Westeuropa. Nach außen bemühen sie sich um einen demokratischen und integrationsfördernden Anschein. Denn sie wollen – vor allem von den politisch Verantwortlichen – Anerkennung und Unterstützung. Tatsächlich verfolgen sie ihre Ziele weiter und impfen immer mehr türkischstämmigen Jugendlichen rechtsextremes Gedankengut ein. In Deutschland werden die Vereine der „Grauen Wölfe“ vom Verfassungsschutz genau beobachtet. Der österreichische Verfassungsschutz ignoriert das Problem.

„Avrasya“ gehört dem „Graue Wölfe“-Dachverband „Avusturya Türk Federasyon“ (ATF) an. Der Vereinsvorsitzende Davut Güvenc hat auf Facebook selbst angegeben, für die „Graue Wölfe“-Partei MHP zu arbeiten. Im April 2012 wurde MHP-Führer Devlet Bahceli von „Avrasya“ in Linz ehrerbietig empfangen – die jungen männlichen Mitglieder küssten ihm die Hand.

„Avrasya“ verwendet natürlich auch die Symbole der „Grauen Wölfe“ – wie den faschistischen Wolfsgruß und die drei Halbmonde.

All das hindert die SPÖ Linz nicht, zu „Avrasya“ ein freundschaftliches Verhältnis zu pflegen: Der Verein wird seitens der Stadt finanziell gefördert, hat einen Vertreter im Integrationsbeirat (!) sitzen und bekommt Besuch von SPÖ-Politikern (Bürgermeister Klaus Luger, Integrationsstadtrat Stefan Giegler, Gemeinderat Franz Leidenmühler). „Avrasya“ durfte sogar am Maiaufmarsch der SPÖ Linz teilnehmen und wurde von der Tribüne herab begrüßt.

Absurder geht es nicht: eine rechtsextreme Organisation bei einer Kundgebung der Arbeiterbewegung und der internationalen Solidarität! Heuer hatte „Avrasya“ zwar unter dem Druck breiter öffentlicher Kritik „freiwillig“ auf die Teilnahme am Maiaufmarsch verzichtet. Damit ist aber keineswegs geklärt, was diesbezüglich in den nächsten Jahren geschehen wird.

Der SPÖ-Bundesparteitag hat erst im November 2014 einen eindeutigen Beschluss gegen jede Zusammenarbeit mit den „Grauen Wölfen“ und ihren Organisationen gefasst. An diesen eindeutigen Beschluss muss sich auch die SPÖ Linz ohne Wenn und Aber halten.

Als AntifaschistInnen fordern wir vom SPÖ-Bundesvorstand, der Linzer SPÖ und der Stadt Linz mit allem Nachdruck:

  • Keinen Maiaufmarsch mit Rechtsextremisten!
  • Sofortige Beendigung jeder Zusammenarbeit mit „Avrasya“ und jeder Unterstützung für diesen Verein!
  • Kein „Avrasya“-Vertreter im Linzer Integrationsbeirat!