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Kämpfen: Um Arbeitsplätze und Patientensicherheit!

„Wir sind bestürzt und zornig über das Verhalten der sozialdemokratischen Stadt- und GdG- Führung. Sie sind mitverantwortlich, dass bald hunderte Beschäftigte auf der Straße stehen!“  Raymond Karner, Mitglied des  Betriebsrats der AGO und Kandidat von  KOMintern bei den AK-Wahlen 2014

„Wir sind bestürzt und zornig über das Verhalten der sozialdemokratischen Stadt- und GdG- Führung. Sie sind mitverantwortlich, dass bald hunderte Beschäftigte auf der Straße stehen!“
Raymond Karner, Mitglied des
Betriebsrats der AGO und Kandidat von
KOMintern bei den AK-Wahlen 2014

Rund 700 Arbeitsplätze im Wiener AKH sind in Gefahr. Die SPÖ, die im Wahlkampf noch groß „Wir kämpfen für jeden Arbeitsplatz“ plakatierte, hat auch hier ein weiteres Mal mit leeren Versprechungen und Worthülsen geglänzt.

Hunderte LeiharbeiterInnen – Reinigungskräfte, HausarbeiterInnen, AbteilungshelferInnen, Ver- und EntsorgerInnen, KrankenträgerInnen,OP-Gehilf-Innen – werden in den nächsten Wochen und Monaten gekündigt! Hintergrund ist die Nichtverlängerung des Vertrags der Leiharbeitsfirma AGO.

Die Forderungen nach Übernahme der ArbeiterInnen in den Gemeindedienst wurden von Gesundheitsstadträtin Wehsely (SPÖ) abgetan: „700 Arbeitsplätze im AKH gehen mich nichts an, ich bin für ganz Wien und nicht nur ein Krankenhaus zuständig“. Bei der Übergabe von 4.000 Unterschriften im Rathaus schickte sie ihre Sekretärin…
Christian Meidlinger (FSG), Vorsitzender der Gewerkschaft d. Gemeindebediensteten, meinte zur Unterschriftenaktion: „Gewerkschaftspolitisch und ideologisch würde ich sofort unterschreiben. Da wir aber im Rathaus genau das (Kündigung des AGO-Vertrags) beschlossen haben kann ich leider nicht.“ Sehr wohl kann der „Gewerkschafter“ aber dahingehend wirken, dass die Personalvertretung im AKH keine Informationen mehr an den ArbeiterInnen-Betriebsrat geben darf.

KOMintern hingegen war vom ersten Tag an an der Seite der Beschäftigten und unterstützte bei Kundgebungen und durch Anträge in der Wiener Arbeiterkammer die Forderungen der bedrohten ArbeiterInnen.

Mit den Kündigungen wird auch für die Gemeindebediensteten und die PatientInnen kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Da die LeiharbeiterInnen wegfallen und eine Reinigungsfirma diese Bereiche nicht bearbeiten darf, werden KollegInnen der Gemeinde in den Schichtdienst oder in den kontaminierten OP-Bereich (zwangs-)versetzt. Statt vier AbteilungshelferInnen soll es mit 2014 nur mehr zwei pro Station geben. Mit 2015 sollen sie dann ganz abgeschafft werden. Da diese Tätigkeiten aber benötigt werden, wird die Arbeit auf die verbliebenen KollegInnen aufgeteilt werden müssen. Die AbteilungshelferInnen wurden übrigens im Zuge des Lainzer Hygieneskandals geschaffen, um solche Skandale in Zukunft zu verhindern. Ein Beruf, der zum Schutz der Patient-Innen geschaffen wurde, wird nun der Sparpolitik geopfert!
KOMintern fordert:

  • Outsoucingpläne sind sofort zu stoppen.
  • Bestehende Vergaben an Dritte sind nicht mehr zu verlängern.
  • Die Beschäftigten der Fremdfirmen sind zu übernehmen, alle Tätigkeiten im Rahmen des Wiener Krankenanstaltenverbundes sind somit wieder von Vertragsbediensteten der Gemeinde Wien vorzunehmen.

 AGO-Flugblatt zum Download (pdf)