Die klassenkämpferische Kraft!
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Kampf für Frauenrechte!

 Frauentagskarte_2014

Vollständige Gleichberechtigung! Radikale Arbeitszeitverkürzung! Massive Lohnerhöhungen!
Tam hak eşitliği! Çalışma saatleri kısaltılmalı! Ücretlere his edilir artış getirilmeli!
Potpuna ravnopravnost! Radikalno skraćivanje radnog vremena! Masivno povečanje plača!

Seit 1911 besteht der Internationale Frauentag, um gegen Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen auf der ganzen Welt zu protestieren. Die Kommunistische Gewerkschaftsinitiative – International (KOMintern) tritt am 8. März und an jedem andren Tag gegen die Diskriminierung von Frauen in Arbeitswelt, Familie und Gesellschaft auf. Schluss mit diesen patriarchalen Verhältnissen -  kämpfen wir gemeinsam für ein Leben in einer besseren Welt!

1911 yılından itibaren, Dünya Emekçi Kadınlar Günü, kadina yönelik sömürü, baskı ve şiddete karşı uluslararası ölçekte direniş sergilenen bir gündür. KOMintern (Komünist Sendikal Insiyatif – Enternasyonal), her gün ve her 8 Mart günü, kadının iş, aile ve toplum içerisinde ayrımcılığa mahruz kalmasına karşı durmaktadır. Çalışan kadınlar, yaşamın yarısını kötü ve zor şartlarda yaşamak istemiyorlar. Emekçi kadınlar daha iyi bir dünya ve yaşam için yoldaşlarıyla birlikte mücadele ediyorlar!

Od 1911 postoji internacionalni dan žena, koji protestira protiv izrabljivanja i tlačenja žena na cijelom svijetu. Komunistička sindikalna inicijativa (KOMintern) 8. marta i sve ostale dane godine nastupa protiv diskriminacije žena u radnom svijetu, obitelji i društvu. Žene u radnom svijetu ne žele samo polovicu života pod lošim uvjetima,nego skupa sa svojim kolegama izboriti jedan bolji život!

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Dem gerade erschienenen Bericht der „EU Agentur für Grundrechte“ zufolge, erleidet jede dritte Frau EU-Europas seit dem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt.  Und die Dunkelziffer von Misshandlungen, häuslichen Gewaltexzessen, Missbrauch bis zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ragt noch um vieles über die benannten 62 Mio. Frauen hinaus. Noch unberücksichtigt, der versteckteren Formen körperlicher, sexueller und psychischer Übergriffe in Familien, Partnerschaft, gesellschaftlichen Bereichen, des Staates und am Arbeitsplatz.

Zugleich ist damit nur ein Moment der Lage der Frauen benannt. Frauen erfahren heute wie gestern ungebrochene Berufs- und Lohndiskriminierungen, wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mann, Mehrfachbelastungen (z.B. Hausarbeit, Familie) und vieles mehr.

Und auch die Schere zwischen den Löhnen und Gehältern von Frauen gegenüber Männer hat sich nicht geschlossen. Im Gegenteil, in Lohn und Brot stehende Kolleginnen verdienen nach wie vor um 23,2% – fast ein Viertel! – weniger als ihre männlichen Kollegen.  Womit weibliche Werktätige über das Jahr im Durchschnitt volle 10.559 Euro (bei Vollzeitbeschäftigung, Stand Vorjahr) weniger verdienen.

Und die österreichische Lohnschere ist noch viel beschämender als gemeinhin bekannt. Bei diesem Lohnvergleich schneidet Österreich vielmehr auch international besonders schlecht ab -  und belegt den vorletzten Platz in Europa bzw. rangiert global auf den 96. unter 136 daraufhin untersuchten Ländern. In bestimmten, nochmals ganz besonders ausgeprägten Bereichen fällt die Lohndifferenz zudem noch eklatanter aus. Etwa bei FacharbeiterInnen, wo der mittlere Stundenverdienst von Frauen überhaupt bei nur 64% jenes der männlichen Kollegen liegt.

Noch einmal um eine Facette trister ist die Lage unserer Kolleginnen mit Migrationshintergrund, die zu ihrer Lohnschere als Frauen auch noch einer migrantischen Einkommensdiskriminierung unterliegen und nochmals nur 3/4 ihrer Kolleginnen verdienen. Sie sind zudem noch öfter atypisch beschäftigt, fast vier Mal so häufig in Leiharbeit und doppelt so oft in befristeten Jobs. Und zusammen mit ihren Kolleginnen stellen sie 77% aller Teilzeit- und „Zwangsteilzeit“-Beschäftigten.

Für die Gleichstellung und Befreiung der Frau bedarf es denn auch des weiteren Kampfes um die gesellschaftlichen Durchsetzung der Gleichheit; sprich: der Überwindung der Lohn- und Berufs-, wie migrantischen Diskriminierung, Geschlechterstereotypen, Doppelbelastung und aller sozial-ökonomischen Benachteiligungen und Ausgrenzungen.

In dieser Hinsicht konnten wir als KOMintern mit der Annahme unseres Antrags „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!“ in der AK-Wien -  in Verbindung mit unserem Engagement in Betrieben, auf der Straße und in den Gewerkschaften – unlängst auch einen weiteren wichtigen Akzent im „Arbeiterparlament“ setzen und die (zunächst) Wiener Arbeiterkammer unter anderem auf Punkte festlegen wie etwa:

„- Neubewertung der Arbeit: gesetzliche Anerkennung von „typischen Frauenberufen“ als Schwerarbeit (z.B. auch emotionale Schwerarbeit) – Extra Lohn- und Gehaltserhöhungen für ,typische Frauenbranchen´, da in diesen die Löhne und Gehälter weit unter dem österreichischen Durchschnitt liegen“

KOMintern fordert:

- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

- Für die gezielte Förderung und Weiterbildung von Frauen, insbesondere jener mit Migrationshintergrund!

- Kampf der Gewalt gegen Frauen!

- Für wirksame Gesetze gegen Sexismus, geschlechter- und herkunftsspezifische Diskriminierung & Unterdrückung in der Arbeitswelt und im Alltag!

- Für die Vergesellschaftung der Reproduktionsarbeit, für kostenlose Angebote öffentlicher Einrichtungen!

Frauentagsflugi2014

Zum Download & Ausdrucken:

KOMintern-Frauentagsflugblatt 2014