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Kampf für Frauenrechte!

Seit 1911 besteht der Internationale Tag der arbeitenden Frau, um gegen Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen auf der ganzen Welt zu protestieren. KOMintern tritt am 8. März und an jedem andren Tag gegen die Diskriminierung von Frauen in Arbeitswelt, Familie und Gesellschaft auf. Schluss mit diesen patriarchalen Verhältnissen – kämpfen wir gemeinsam für ein Leben in einer besseren Welt!Frauenzeichen2

Jede dritte Frau EU-Europas erleidet seit dem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt. Und die Dunkelziffer von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz,  Misshandlungen, häuslichen Gewaltexzessen, Missbrauch ragt noch um vieles über die benannten 62 Mio. Frauen hinaus. Noch unberücksichtigt der versteckteren Formen körperlicher, sexueller und psychischer Übergriffe in Familien, Partnerschaft, gesellschaftlichen Bereichen, des Staates und am Arbeitsplatz.

Zugleich ist damit nur ein Moment der Lage der Frauen benannt. Frauen erfahren heute wie gestern ungebrochene Berufs- und Lohndiskriminierungen, wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mann, Mehrfachbelastungen (z.B. Hausarbeit, Familie) u.v.m.

Und auch die Schere zwischen den Löhnen und Gehältern von Frauen gegenüber Männer schließt sich nicht – trotzdem Frauen etwa bei den Bildungsabschlüssen nicht nur aufgeholt, sondern ihre männlichen Kollegen sogar bereits übertroffen haben.  In Lohn und Brot stehende Kolleginnen verdienen aktuell nach wie vor Vollzeit um 22,7% – fast ein Viertel! – weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Einkommensschere zwischen Männer und Frauen ist damit, wie sich auch der Rechnungshof in seinem aktuellen Einkommensbericht zu konstatieren gezwungen sieht, annähernd gleich groß wie 1998. Und das trotz des heurigen „Jubiläums“ von exakt zwei Jahrzehnten nach der letzten UN-Weltfrauenkonferenz 1995, auf welcher sich die Staaten verpflichteten, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen zu fördern.

Und die österreichische Lohnschere ist noch viel unrühmlicher als gemeinhin bekannt. Bei diesem Lohnvergleich schneidet Österreich vielmehr auch international besonders schlecht ab – und belegt den vorletzten Platz in Europa bzw. rangiert global auf dem 96. unter 136 daraufhin untersuchten Ländern. In bestimmten, nochmals ganz besonders ausgeprägten Bereichen fällt die Lohndifferenz noch eklatanter aus. Etwa bei FacharbeiterInnen, wo der mittlere Stundenverdienst von Frauen zuletzt überhaupt bei nur 64% jenes der männlichen Kollegen lag.

Bezieht man dahingehend noch die mehr und mehr zum Durchbruch gelangte  Arbeitsrealität der vielfachen Prekarisierungen, „Zwangs-“Teilzeitbeschäftigungen,… ein, zeichnet sich die Lage in noch düstereren Konturen ab. Realiter verdienen Frauen aktuell ledigliche 61% des mittleren Männereinkommens (ganze 0,3% mehr als 1998), womit weibliche Werktätige über das Jahr im Durchschnitt um 12.501,- Euro brutto weniger verdienten.
Nochmals drastischer die Differenzen in der Privatwirtschaft: Hier verdienen angestellte Frauen gerade einmal 51% des mittleren Männereinkommens. Noch eklatanter ist die Lage bei den Arbeiterinnen mit überhaupt blossen 43%.

Und noch einmal um eine Facette trister ist die Lage unserer Kolleginnen mit Migrationshintergrund, die zu ihrer Lohnschere als Frauen auch noch einer migrantischen Einkommensdiskriminierung unterliegen und nochmals nur 3/4 ihrer Kolleginnen verdienen. Sie sind zudem noch öfter atypisch beschäftigt, fast vier Mal so häufig in Leiharbeit und doppelt so oft in befristeten Jobs. Und zusammen mit ihren Kolleginnen stellen sie 77% aller Teilzeit- und „Zwangsteilzeit“-Beschäftigten.

Für die Gleichstellung und Befreiung der Frau bedarf es denn auch des weiteren Kampfes um die gesellschaftlichen Durchsetzung der Gleichheit; sprich: der Überwindung der Lohn- und Berufs-, wie migrantischen Diskriminierung, Geschlechterstereotypen, Doppelbelastung und aller sozial-ökonomischen Benachteiligungen und Ausgrenzungen – letztlich der Überwindung der kapitalistischen Profitlogik!

KOMintern fordert:
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
  • Für eine massive Lohnsteuersenkung der niedrigen und mittleren Einkommen, von der vor allem NiedrigeverdienerInnen profitieren würden!
  • Für eine massive Anhebung der Negativsteuer sowie des AlleinerzieherInnenabsetzbetrags!
  • Für die Neubewertung der Arbeit: gesetzliche Anerkennung von „typischen Frauenberufen“ als Schwerarbeit (z.B. auch emotionale Schwerarbeit)
  • Extra Lohn- /Gehaltserhöhungen für ,typische Frauenbranchen´, da in     diesen die Löhne & Gehälter weit unter dem österr. Durchschnitt liegen
  • Für die gezielte Förderung und Weiterbildung von Frauen, insbesondere jener mit Migrationshintergrund!
    Kampf der Gewalt gegen Frauen!
  • Für wirksame Gesetze gegen Sexismus, geschlechter- und herkunftsspezifische Diskriminierung & Unterdrückung in Arbeitswelt und Alltag!
  • Für die Vergesellschaftung der Reproduktionsarbeit, für kostenlose Angebote öffentlicher Einrichtungen!