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IS-Attacken gegen Kurden und Kommunisten in Favoriten

PdA Stand FavoritenPolizei ließ wissentlich IS-Angreifer unbehelligt agieren

Spätestens seit den brutalen Attacken türkisch nationalistischer und faschistischer Banden in der Schweiz und Deutschland auf Kurden und Linke sowie der angekündigten Angriffe auf kurdische Vereine und Einrichtungen in Wien tobt der orchestrierte rechtsradikale, turanistische und salafistische Straßenterror auch in Westeuropa.

Auch in Österreich: So bedrohten und attackierten sich offen als Anhänger der Mörderbande des IS zu erkennen gebende Angreifer diesen Mittwoch ein Info- und Solidaritätszelt am Viktor-Adler-Markt. Das gemeinsam von der ATIGF mit der PdA*Solidaritätsplattform betriebene Projekt zur Unterstützung von Flüchtlingen wurde mit den Worten „allen Kurden und Kommunisten den Kopf abzutrennen“ zunächst verbal wie auch physisch attackiert und den AktivistInnen der Flüchtlingskampagne beim Abtransport der Spenden dann in einer Seitengasse aufgelauert.

Trotz mehrerer Anzeigen der Vorfälle, unter anderem auch von schockierten Passanten, griff die Polizei nicht ein, und konnten die IS-Anhänger auch am nächsten Tag völlig unbehelligt von den Behörden agieren. Neuerlich griffen sie die linken und kurdischen AktivistInnen des Solidaritätszelts, die in Favoriten zugleich gemeinsam zu den Bezirksratswahlen kandidieren, an. Bei diesen Attacken wurde auch ein gerade Flugblätter verteilender zentraler Kandidat der PdA*Solidaritätsplattform von acht bis zehn IS-Salafisten traktiert. Der lapidare Kommentar des vorbeischauenden Polizeibeamten, welcher sowohl vom dreitägigen Info- und Solidaritätszelt wie von den Angriffen des Vortags informiert war: „Es ist halt gerade ein Salafisten-Kongreß in Wien“.

Ein ungeheuerliches Desinteresse sowie eine blanke behördliche Untätigkeit, die dazu führte, dass der IS-Mob abends nochmals personell verstärkt wie mit Eisenstangen bewaffnet wiederkamen und erneut auflauerten. Nur die starke Präsenz sich ob der Bedrohung zusätzlich einfindender solidarischer AktivistInnen konnte Ereignisse wie letztes Wochenende in Bern und Hannover abwehren. „Wir halten es für einen unsäglichen Skandal, dass die politisch Verantwortlichen und polizeilichen Stellen in Wien gegenüber KurdInnen, KommunistInnen und AktivistInnen der Flüchtlingssolidarität nicht sichern können (oder wollen?) ohne Gefahr für Leib und Leben politisch agieren zu können“, so ein anwesender Aktivist.