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GPA-djp-Mindestlohnkampagne besteht Lackmustest nicht

mindestlohnkampagne_gpa-djpDer seitens der GPA-djp gerade gestarteten Kampagne „1.700 € brutto im Monat – das ist wohl das Mindeste!“ kommt unzweifelhaft das Verdienst zu, die mehr als überfällige Forderung nach einem neuen und flächendeckenden Mindestlohn aufs Tableau zu bringen. Und wie brennend es eines angemessenen Mindestlohns bedarf, beweist alleine der Umstand, dass im Land aktuell nahe 800.000 Vollzeitbeschäftigte unter 1.700 Euro brutto verdienen. Rund 270.000 Beschäftigte verdienen derzeit sogar weniger als 1.500 Euro. Was Wunder, dass in einer aktuellen Umfrage satte 69% der befragten Arbeitenden angeben, ihr Einkommen reiche „gerade aus“ um über die Runden zu kommen. Umso unverständlicher das ausgegebene Kampfziel, einen solch unabdingbaren, flächendeckenden neuen Mindestlohn im Laufe der „kommenden fünf Jahre“(!) durchsetzen zu wollen (wenn auch um den unverbindlichen Allgemeinplatz und Nachsatz „je früher, desto besser“ ergänzt). Ins Konkrete gewendet würde dies bedeuteten, anstatt den Kampf darum auch offensiv aufzunehmen, jährliche Lohnabschlüsse von  mauen + 40 Euro brutto (legt man die Kennlatte von 1.500 Euro zugrunde) als Eckpfeiler der Kampagne anzuvisieren – und in fünf Jahren vor dem selben Einkommensdilemma zu stehen wie heute. Die nunmehr dahingehend ausbuchstabierte Orientierung der Mindestlohn-Kampagne hält sonach dem Lackmustest keinesfalls stand, sondern bewegt sich de facto ausschließlich entlang der bloßen „Abgeltung“ der Inflationsrate…..