Die klassenkämpferische Kraft!
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Erfolgreiche Demo “Nein zu Erdogan!”

nein-zu-erdogan-demo11Über 10.000 Menschen demonstrierten gestern in Wien gegen den Auftritt und die autoritäre, sozial-reaktionäre und “minderheiten”feindliche Politik des türkischen Premiers Erdogan. Eine erfolgreiche, kräftige Demonstration, die gezeigt hat: Gemeinsam sind wir stark!

Widerstand überall!
Her yer Direniş!

Die Rede von KOMintern-Arbeiterkammerrätin Selma Schacht bei der Auftaktkundgebung sowie Bilder der Demo:

Wir demonstrieren heute hier, weil der türkische Ministerpräsident Erdogan und seine AKP offene Feinde der Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung sind. Die Rechte der ArbeiterInnen werden mit Füßen getreten, Arbeitskämpfe brutalst niedergeschlagen und die Arbeiterbewegung verfolgt und inhaftiert.
Wir demonstrieren heute hier, weil wir – egal wo dies passiert – dagegen aufstehen und protestieren, weil wir ein Zeichen der internationalen Solidarität setzen wollen und müssen.

Erdogan ist mit seiner sozial-reaktionären Politik dafür mitverantwortlich, dass in den letzten 12 Jahren in der Türkei über 14.000 Arbeitende bei Arbeitsunfällen zu Tode gekommen sind. Erdogan ist mitverantwortlich für das Massaker im Bergwerk Soma mit über 300 Toten! Wir ehren mit unserem Protest heute auch ihrem Andenken!

Als Gewerkschafterin, KOMintern-Arbeiterkammerrätin und stv. Vorsitzende der PdA meine ich: Nicht nur Erdogans Auftritt heute in Wien ist ein Skandal, sondern auch, dass die offiziellen Gewerkschaftsspitzen es nicht der Mühe wert befinden, diesen Protest und unseren internationalistischen Kampf für Gewerkschaftsrechte und gegen Unterdrückung und Ausbeutung zu unterstützen. Die SozialdemokratInnen ordnen ihre Politik dem eigenen Buhlen um Wählerstimmen auch aus dem reaktionären Lager unter.

Und auch in Österreich selbst wird in sozialpartnerschafterlicher Art und Weise zurückgewichen, wenn unsere Rechte als Arbeitende mit Füßen getreten werden.

Wir aber zeigen heute, dass eine andere, eine klassenkämpferische Perspektive gemeinsam möglich ist.

Wir lassen uns nicht spalten – denn die Spaltung verläuft nicht zwischen Ethnien, zwischen Nationen oder Religionen, sondern zwischen oben und unten!
Wir kämpfen gemeinsam, in der Türkei, in Österreich, in allen Ländern gegen Unterdrückung und Ausbeutung.
Wir kämpfen gemeinsam, egal woher wir kommen!

Hoch die internationale Solidarität!
Widerstand überall!
Her yer Direniş!