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Hunderte Tote in Bangladesch – Zeit zu handeln

bangladesh_400_0ActNOW: Für sichere Textilfabriken in Bangladesch
*** LabourStart ***

Über 600 TextilarbeiterInnen wurden getötet und viele weitere verletzt, als am 24. April ein achtstöckiges Gebäude in der Stadt Dhaka in Bangladesch, in dem fünf Textilfabriken untergebracht waren, einstürzte.

Am Tag davor hatten sich am “Rana-Plaza”-Gebäude große, tiefgehende Risse gezeigt, eine Evakuierung war angeordnet worden.

Die Eigentümer von Gebäude und Fabriken ignorierten jedoch alle Warnzeichen und bestanden darauf, dass die Arbeit fortgesetzt wurde – nur Stunden, bevor das Gebäude einstürzte. Weiterlesen

Billy Bragg: “Bei den Gewerkschaften, da kann ich spielen!”

"Wenn ich Power in a Union singe, klatschen alle. Wenn sie dann wieder gehen und die Gewerkschaften doch nicht unterstützen, sind sie Heuchler. Sie müssen selbst aktiv werden." FOTO: ANDY WHALE

“Wenn ich Power in a Union singe, klatschen alle. Wenn sie dann wieder gehen und die Gewerkschaften doch nicht unterstützen, sind sie Heuchler. Sie müssen selbst aktiv werden.”
FOTO: ANDY WHALE

Der glühende Sozialist Billy Bragg erlebte als junger Mann die Zerschlagung der englischen Gewerkschaften und wütete mit seinen Protestsongs dagegen an. Bis heute kämpft und klampft der 55-Jährige gegen einen deregulierten Markt und unterstützt Arbeitskämpfe, Streiks und Gewerkschafts­versammlungen – auch in Deutschland. Nach fünf Jahren meldet er sich mit einem neuen Album zurück. Mit ver.di PUBLIK unterhielt er sich über Heuchler im Publikum, angemessene Löhne und eine neue Sprache für sozialistische Ideen. Die Queen kommt auch vor

Zum Interview: publik.verdi.de

Griechenland – Schüsse auf protestierende Arbeiter

endeaAm 17. April 2013 wurden in Nea Manolada, einem kleinen Ort im Westen der Halbinsel Peloponnes, 28 migrantische Arbeiter angeschossen. Hintergrund dieser blutigen Tat ist ein Lohnkonflikt. Die rund 200 Arbeiter einer Erdbeerplantage wurden seit 6 Monaten nicht mehr bezahlt. Als sie sich versammelten, um ihre Löhne einzufordern, begannen drei Plantagenaufseher in die Menge zu schießen und verletzten dabei 28 Arbeiter teils schwer. (Folgendes Video wurde unmittelbar nach dem Angriff aufgenommen.)

Der Plantagenbesitzer und die drei Aufseher wurden festgenommen. Einer der Aufseher war bereits in der Vergangenheit in gewalttätige Übergriffe gegen migrantische Arbeiter in der Region involviert. So läuft gegen ihn ein Verfahren, weil er im August 2012 einen Arbeiter aus Ägypten mit dem Kopf in ein Autofenster eingeklemmt und ihn kilometerweit mitgeschliffen hat. Warum dieser Mann nach so einer Tat immer noch auf freien Fuß ist, ist eine der vielen Fragen, die sich nun stellen. Auch einige der Arbeiter wurden kurz nach dem Überfall am 17. April 2013 verhaftet. Der zuständige Minister beteuerte zwar, dass sie nicht “abgeschoben” werden, es bestehen diesbezüglich jedoch berechtigte Zweifel.

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