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“Arbeit für Alle, Arbeit mit Rechten!”

Am Sonntag den 10. April endete in Athen mit einer Großkundgebung der 220 km lange Marsch gegen die Arbeitslosigkeit, der auf Initiative der Gemeinde der Stadt Patras und ihres Bürgermeisters Kostas Peletidis der KKE organisiert wie von der kämpferischen Gewerkschaft PAME mitgetragen wurde.  pame_day 5

Die Demonstration, die unter der Losung “Arbeit für Alle, Arbeit mit Rechten!” stattfand, begann am Sonntag den 3. April in Patras und durchquerte zahlreiche Gemeinden der Region, wo sie von den Einwohnern, vor allem den Arbeitern und Arbeitslosen, mit Begeisterung empfangen wurde. Tausende Menschen schlossen sich dem Demonstrationszug für einen kürzeren oder längeren Teil der Strecke (Karte der Strecke und der Stationen) an. Hunderte Gewerkschaften, Arbeiterzentren, Arbeitslosenkomitees, Frauenorganisationen, Pensionistenvereinigungen, Studentenverbände und Gemeinden haben ihre Unterstützung verkündet und es gab Solidaritätserklärungen von Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen aus der ganzen Welt.

pame_day 7Die Arbeitslosigkeit in Griechenland hat seit Beginn der Krise dramatische Dimensionen angenommen. 2015  lag die Arbeitslosigkeit bei 24,9% und betraf damit über 1, 1 Millionen Menschen. Die Mehrheit davon ist länger als zwölf Monate arbeitslos.  Noch gravierender die Jugendarbeitslosigkeit:  jeder zweite Jugendliche bzw. junge Erwachsene hat keine Arbeit.  Und der überwiegende  Anteil der sowieso unzureichend angebotenen Arbeitsstellen  stellt zudem einzig elendsbezahlte saisonale Arbeit ohne Rechte dar. Die griechischen ArbeiterInnen sind mit der Zerschlagung der Kollektivverträge, der Senkung des Mindestlohns, dem Abbau des Sozialversicherungs- und Rentensystems und unerträglichen Steuern konfrontiert.

Aber das betrifft schon lange nicht mehr nur Griechenland. Laut AMS ist die Arbeitslosenquote auch in Österreich  im März  auf  9,4%  empor geklettert. Damit nähert sich die Zahl der Arbeitslosen wieder dem Rekordhoch einer halben Million. Zudem nimmt die Dauerarbeitslosigkeit (mehr als zwölf Monate) stets zu. Die Arbeitsverhältnisse verschieben sich parallel mehr und mehr zu Gunsten der Unternehmer und die Arbeitsstellen sind immer mehr mit flexibler Arbeitszeit, befristeter Dauer und schlechterem Lohn verbunden. Vor diesem Hintergrund wirken sich auch die steigenden Preise und explodierenden Mieten immer verheerender auf die Mehrheit der Arbeitenden und Arbeitslosen aus, welche immer schwieriger über die Runden kommen.