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Anschlag auf kommunistisches Lokal in Ottakring

Rechtsradikaler Hintergrund vermutet – Sitz von Partei der Arbeit, KOMintern, OABV und kommunistischen Jugendorganisationen (KJÖ/KSV)scheibe1
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist in Wien-Ottakring ein Anschlag auf ein kommunistisches Lokal verübt worden. Vermutlich Rechtsradikale haben eine Fensterscheibe des Sitzes zahlreicher kommunistischer und Arbeiterorganisationen eingeschlagen.

Der Obmann des Ottakringer Arbeiterbildungsvereins (OABV), Gerhard Bruny, zeigte sich empört über die Tat: „Seit 8 Jahren betreiben wir in der Rankgasse das Vereinslokal und bieten dort eine Plattform für fortschrittliche Politik im guten Einvernehmen mit der Nachbarschaft. Der feige Anschlag deutet auf die steigende Radikalität faschistischer und rechter Gruppierungen in Wien hin. Wir erwarten uns volle Aufklärung durch die Sicherheitsbehörden“, so Bruny.

Otto Bruckner, Vorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs (PdA), sieht einen klaren Zusammenhang zwischen dem Engagement der PdA und der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative (KOMintern) gegen Rechts und dem neuerlichen Anschlag auf ein antifaschistisches Lokal: „Wir sind offensichtlich einigen Leuten ein Dorn im Auge und das werden wir auch bleiben!“, versichert Bruckner, der abermals an den rechten Angriff auf die KOMintern-Gewerkschaftsversammlung im Herbst 2013 erinnert.

Andrea, Aktivistin des Kommunistischen StudentInnenverbands (KSV) in Wien, der ebenfalls seinen Sitz im betroffenen Lokal hat, meint dazu: „In einem Klima steigender Jugendarbeitslosigkeit, Bildungs- und Sozialabbau bekommen rechtsradikale Gruppen Zulauf durch Jugendliche ohne Perspektive. Gleichzeitig bekämpft die hiesige Politik lieber antifaschistische Organisationen anstatt die wahren Demokratiefeinde und deren Nährboden.“

Weder staatliche Repression noch rechtsradikale Anschläge werden dazu führen, dass wir unsere Arbeit für eine gerechte Welt aufgeben. Wir rufen alle fortschrittlichen und demokratischen Menschen auf, ihr Unbehagen über die Zustände in diesem Land nicht in sich hineinzufressen, sondern gemeinsam und organisiert aktiv zu werden: „Macht eure Wut zu Widerstand!“