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AK-Rätin Selma Schacht zu Tumpel und Kaske: Bei Gerechtigkeit gibt es keine Kompromisse!

OLYMPUS DIGITAL CAMERARede auf der 159. Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien

Werte Kolleginnen und Kollegen!

Zuallererst möchte ich im Namen von KOMintern dem scheidenden Präsidenten, Kollegen Tumpel einen Dank dafür aussprechen, dass – bei allen politischen Unterschieden – eine faire Art der Zusammenarbeit bestand und er auch Kritik ausgehalten hat.

Außerdem muss man betonen, dass die „Eisenstädter Erklärung“ für ihn als Sozialdemokraten keine Bedeutung mehr hatte – so wie es viele sozialdemokratische Kolleginnen und Kollegen in Arbeiterkammer und Gewerkschaften halten.

Und ich bin mir sicher, dass auch der neu gewählte Präsident, Kollege Rudi Kaske, dieses dunkle Kapitel der Sozialdemokratie im Mistkübel der Geschichte belassen wird.

Was erwarten wir uns als KOMintern vom neu gewählten AK-Präsidenten, was erwarten sich die Kolleginnen und Kollegen?

  • Die Arbeiterkammer muss mehr, und vor allem auch sich selbst, bewegen.
  • Der guten Vorarbeit der hauptamtlichen KollegInnen in der AK und der vielen Ausschüsse – also den Worten – müssen Taten folgen.
  • Es muss mehr Druck aufgebaut werden, damit die Beschlüsse auch Realität werden.
  • Und: Wir dürfen als Vertretung der Arbeitenden nicht nur reagieren, sondern müssen aktiv agieren, als autonome, eigenständige Interessenvertretung!

Oft ist auf der heutigen Vollversammlung der AK Wien schon das Wort „Gerechtigkeit“ gefallen, „Gerechtigkeit muss sein“ ist einer der Hauptslogans der AK Wien. Genauso oft wurde jedoch auch die „Sozialpartnerschaft“ und Zusammenarbeit mit der Wirtschaft heraufbeschworen. Hier ist von unserer Seite klar zu sagen: Bei Gerechtigkeit gibt es keine Kompromisse!

Zum Abschluss auch noch ein kleiner Sidestep in die alte Geschichte, nachdem Kollege Kaske in seiner Rede Perikles zitierte hatte: Unser neuer Präsident sollte zwar Perikles lesen, aber wie Spartakus handeln!