Die klassenkämpferische Kraft!
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Monats-Archive: Februar 2018

2.+3.März: Rosa Luxemburg Konferenz 2018 (Wien)

Rosa Luxemburg KonferenzPlakat_rosa-luxemburg-konf_wien
2. und 3. März 2018
VHS Hietzing

(Hofwiesengasse 48, 1130 Wien; öffentlich erreichbar mit U4 bis Hietzing, 60er Richtung Rodaun direkt bis Hofwiesengasse)

Es wird immer deutlicher, dass die bisher herrschende Ordnung, so mächtig sie uns heute noch erscheinen mag, auf Sand gebaut ist. Die Notwendigkeit der Überwindung des Kapitalismus stellt sich daher einmal mehr ganz konkret. Die Linke steht dabei vor der Frage, mit welchen Theorien, Programmen, Strategien und Methoden sie den Kampf für eine bessere, gerechtere Welt weiterführen möchte. Die Rosa Luxemburg Konferenz – AT (2./3. März 2018) ist ein Forum, wo genau diese linken Strategiedebatten von einer antikapitalistischen Perspektive aus solidarisch und breit geführt werden sollen.

Idee: www.rosaluxemburgkonferenz.at/zurkonferenz
Programm: www.rosaluxemburgkonferenz.at/programm
UnterstützerInnen: www.rosaluxemburgkonferenz.at/unterstuetzerinnen
Regelmäßige Infos: www.rosaluxemburgkonferenz.at/newsletter

Kundgebungs-MARATHON zu den Instituten

Wenn wir nicht kämpfen, haben wir schon verloren: Nämlich Geld, Lebenszeit und Lebensqualität.
K U N D G E B U N G S – M A R A T H O N am 28.2.2018
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AUFRUF an a l l e Deutschlehrenden , beim K U N D G E B U N G S – M A R A T H O N mitzumachen!

Wir Deutschlehrende verdienen MEHR!
Am 1. März beginnen die Kollektiv-Vertrags-Verhandlungen zwischen unseren ArbeitgeberInnen und der Gewerkschaft bzw. unseren BetriebsrätInnen.
Wir müssen Druck von der Basis machen und unsere KollegInnen aktivieren!

Wir werden nacheinander die großen Institute besuchen, KollegInnen informieren, protestieren und Betriebsversammlungen besuchen.

Z I E L:
  • Weitere Vernetzung von uns Deutschlehrenden
  • möglichst viele Protestierende bei einer Kundgebung am 6.3. bei der 2. Runde der KV-Verhandlungen und
  • Unseren VerhandlerInnen mit Druck von unten den Rücken stärken!
  • möglichst SUBITO besseren Lohn, mehr Vorbereitungszeit und 35-Stunden-Woche!
  • die Gewinne nicht nur den UnternehmerInnen, sondern auch uns Arbeitenden!

SWÖ: Auf halbem Wege abgewürgt – da wäre mehr drinnen gewesen!

Die Verhandlungen über den SWÖ-Kollektivvertrag wurden am 24.2. in der Nacht abgeschlossen. Mit 8 Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde das letzte Angebot der Arbeitgeber nach kontroverser Diskussion angenommen: selma schacht zum swoe-kv-abschluss

2,5% auf alle Lohn- und Gehaltstabellen, jedoch mindestens 48.- Euro, das sind in den unteren Verwendungsgruppen durchschnittl. 2,51 – 2,74%, für die Beschäftigten in der Pflege monatliche Zulagen von stufenweise 30.- bis 100.- €.
Die Arbeitszeitverkürzung betreffend – das zentral ausgegebene, alle Berufsgruppen umfassende Kampfziel – konnte jedoch kein einziger Schritt in Richtung 35-Sdt-Woche gesetzt werden. Nur minimalste Zugeständnisse gab es für die frühere Erreichbarkeit eines einzelnen zusätzlichen Urlaubstags für eine kleine Gruppe von Beschäftigten sowie positive Regulierungen bei den Pufferstunden für Teilzeitbeschäftigte mit Durchrechnungszeitraum.

Dabei zeigten die Demonstrationen und Kundgebungen, Betriebsversammlungen und Warnstreiks eine hohe Kampf- und Streikbereitschaft:
Hunderte bis tausende KollegInnen zogen dabei zugleich erstmals für ihre Interessen und Anliegen auf die Straße, nahmen vielfach das erste Mal an einer Demonstration teil. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten trat mit den Warnstreiks am 15. und 16. Februar überhaupt das erste Mal in ihrem Leben in Arbeitsniederlegungen und einen Streikkampf.
Diesbezüglich war es auch richtig, den Arbeitskampf in einer in Österreich bisher als „unbestreikbar“ gegolten habenden Branche mit Warnstreiks zu beginnen, um Weiterlesen

Wir fordern: Kein Abschluss ohne uns!

Heute findet die nächste Runde in den Verhandlungen im SWÖ-KV statt. Durch unsere Warnstreiks letzte Woche haben wir klargemacht, dass wir bereit sind für einen ordentlichen Abschluss zu kämpfen. Wir wollen uns nicht wieder mit einem miesen Kompromiss abspeisen lassen, sondern brauchen dieses mal spürbare Verbesserungen. (Stellungnahme der Initiative “Sozial, aber nicht blöd”)

BEI ABBRUCH DER VERHANDLUNGEN:

Öffentliche Streikversammlung 27.2., 12 – 14 Uhr, Rathaus/Wienlieber streik statt schlechter abschluss

Wir von Sozial aber nicht blöd wollen:

  • Kein Abschluss unter 3%: Der Durchschnitt im SWÖ liegt deutlich unter dem österreichischen Durchschnittsgehalt. Gerade KollegInnen die kaum Nacht- und Wochenenddienste machen können, brauchen dringend eine ordentliche Erhöhung des Grundgehaltes. Deshalb fordern wir auch einen Abschluss über dem der MetallerInnen
  • Kein Abschluss ohne Aufwertung und mindestens 150 € mehr für alle in der Pflege: Durch die GuKG Novelle sollen Standards nach unten gesetzt und noch mehr Menschen in den Niedriglohnjobs (Pflegeassistenz) gedrückt werden. Deshalb fordern wir eine deutliche Anhebung aller Gehälter in der Pflege um mindestens 150 € um einen Schritt aus der Armutsfalle Heimhilfe (Pflegeassistenz) zu machen.
  • Kein Abschluss ohne 35-Stundenwoche bei vollem Lohn und Personalausgleich: Viel zu viele Personen im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich arbeiten sich Krank oder ins Burn Out und werden durch Teilzeitjobs in die Armutsfalle gedrängt. Deshalb brauchen wir unbedingt eine Einigung über die Einführung der 35-Stundenwoche bei vollem Lohn und Personalausgleich. Ob einer Einigung oder einem Fahrplan zugestimmt werden soll, müssen wir als Beschäftigte demokratisch diskutieren und entscheiden.
  • Kein Abschluss ohne Urabstimmung: Weiterlesen

Stoppt die Verfolgung der 35 PAME-FunktionärInnen: Hände weg von den Gewerkschaften!

Die Syriza-Regierung steht für Unterdrückung und Verfolgung der widerständigen Gewerkschaften und Arbeitenden. Sie setzt – nach der gesetzlichen Einschränkung des Streikrechts – zusammen mit der rechtsextremen ANEL und der rechten ND die Angriffe auf die Gewerkschaften und die widerständigen Arbeitenden fort. logo_pame

Die griechische Regierung, die Europäische Union, die Industriellen, die Banker, die Werftbesitzer und ihre politischen Parteien bereiten den Boden für neue Angriffe auf die Arbeitenden mit neuen Massensteuern, Zwangsversteigerungen, Privatisierungen und Kürzungen von Löhnen und Pensionen vor. Sie wollen den Widerstand der Arbeitenden brechen. Da der Syriza das Märchen der gerechten Entwicklung immer weniger geglaubt wird, wird die Unterdrückung des Widerstandes immer schärfer.

In diesen Tagen beginnt ein neues Gerichtsverfahren gegen 35 PAME-FunktionärInnen. Obwohl die gleichen Funktionäre in einem Verfahren unter der letzten ND-Regierung von allen Vorwürfen freigesprochen wurden, strengte die „unabhängige“ Justiz unter der Syriza-Regierung einen neuen Prozess gegen diese an. Diese Verfolgung richtet sich gegen Weiterlesen

Kapfenberg muss Kiruna werden! Oder: Arbeitszeitverkürzung ist möglich.

Eine Verkürzung der Arbeitszeit bei gleichbleibendem Lohn und mit weniger Arbeit – das geht. Internationale Beispiele zeigen, wie. Svartedalens-Pflegeheim.php
Träumerei, unrealistisch, undurchführbar – das hört man oft, wenn´s um Arbeitszeitverkürzung geht. Aktuell wird die Forderung nach AZV gerade im Sozial- und Gesundheitsbereich oder auch im privaten Bildungssektor aufgestellt. Viele überzeugende und stichhaltige Argumente gibt es dafür, und genauso erbitterten Widerstand von Arbeitgeber- und Finanzierungsseite dagegen.

Also haben wir uns auf die Suche gemacht nach realistischen und schon realisierten Beispielen für den verwirklichten Traum einer kürzeren Arbeitszeit – und wurden auch fündig.

Ein Blick ganz in den Norden Schwedens: dort liegt die Stadt Kiruna. Die Gegend ist geprägt vom Bergbau – und doch wurde nicht dort, sondern bei den städtischen mobilen KrankenpflegerInnen schon im Jahr 1989 der 6-Stunden-Tag eingeführt. Nicht als Teilzeit, sondern als Vollzeitvariante mit Gehaltsausgleich. 16 Jahre lang wurde diese Arbeitszeitverkürzung von den PflegerInnen für ältere Menschen erfolgreich praktiziert (dann kam der politische Rechtsruck, und das Modell wurde abgedreht).kiruna-Bergblick

Am anderen Ende Schwedens, in Göteborg, liegt das Sahlgrenska-Krankenhaus. 2015 startete ein Projekt für einen Zeitraum von vorerst zwei Jahren: die Einführung einer 32- Std.-Woche. In der orthopädischen Abteilung war es zuvor schwer, Personal zu finden, die Burnout-Zahlen waren hoch, die OP-Säle nicht optimal ausgenutzt. Die etwa hundert Beschäftigten in sieben Operationssälen arbeiten nun in zwei Schichten à sechs Stunden. Die Zahl der Operationen sei um zwanzig Prozent gestiegen, und die zusätzlichen Personalkosten konnten sich dadurch sogar amortisieren. Krankenschwester Karin Bengtsson: Weiterlesen

Rise up for your Right!

Weltweit beteiligten sich auch heute wieder Millionen Frauen an den „One Billion Rising“-Kundgebungen und –Demonstrationen. One-Billion-Rising-Streiksoli

In Wien gaben die Veranstalterinnen anlässlich des aktuellen Arbeitskampfes des überwiegend weiblichen privaten Sozial- und Gesundheitsbereich kämpferischen Gewerkschaftsaktivistinnen das Wort und solidarisierten sich die TeilnehmerInnen zugleich lautstark mit den Warnstreiks und Beschäftigten.

STREIK!

Aufgrund der monatelangen unnachgiebigen Blockade der Arbeitgeber im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich (SWÖ) gegen die Forderungen der Gewerkschaften nach kräftigen Lohn-/Gehaltserhöhungen, einer unabdingbaren Arbeitszeitverkürzung, sowie der Aufwertung der Pflegekräfte erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck und nehmen nunmehr österreichweit den Arbeitskampf auf. streiken wuerd ich liken

Gestützt auf die zuvor quer durchs Land gefällten Streikbeschlüsse in den Betrieben, die Streikfondsfreigabe des ÖGB und den einstimmigen Beschluss des KV-Verhandlungsteams legen die KollegInnen der Branche daher noch diesen Donnerstag 15.2. bzw. Freitag 16.2. die Arbeit nieder und treten in den Warnstreik. Zunächst für je 3 Stunden, als gleichzeitiges Symbol der geforderten wöchentlichen Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden.

Für Dienstag 27.2. und Mittwoch 28.2. ist in einem zweiten Schritt die Ausweitung der Streikauseinandersetzungen sowie ein gemeinsames Hinaustragen des Arbeitskampfes aus den Betrieben auf die Straße geplant.

Denn kräftige Lohnabschlüsse und die 35-Stunden-Woche lassen sich ganz offensichtlich weder auf den ausgetretenen Pfaden eines „sozialpartner“schaftlichen „Ringens am grünen Tisch“, noch mittels guter Argumente heraushandeln –  sondern brauchen als handfeste Interessens- und Machtfragen vielmehr sichtlich des großen Konflikts.

Jetzt gilt’s – mit Marx gesprochen – unseren „Druck noch drücker“ zu machen und die kämpfenden KollegInnen branchenübergreifend solidarisch zu unterstützen. Und in eins damit, noch intensiver auf einen Kurswechsel der Gewerkschaften und ihre Umwandlung aus einem braven „Ordnungsfaktor“ des Systems in eine Kampfinstrument der Arbeitenden zu drängen.

Jetzt gilt´s: Streik im Sozial- und Gesundheitsbereich!

Aufgrund der permanenten Blockade der SWÖ-Arbeitgeber gegen einen ordentlichen KV-Abschluss kam es auch auf der letzten regulären Verhandlungsrunde zu keiner Einigung. Zwar haben die Arbeitgeber das ursprünglich absurd niedriges Lohnerhöhungs-“Angebot“ geringfügig nachgebessert, trotzdem würde dies einen faktischen, nicht akzeptablen Reallohnverlust bedeuten. lieber streik statt schlechter abschluss

Auch in Sachen Arbeitszeitverkürzung (Stichwort: 35-Std.-Woche) sperren sich die Arbeitgeber weiterhin. Einziges nebuloses Zugeständnis: Sie werden sich dazu herablassen, nach einem Jahr Verhandlung unverbindlich „darüber nachzudenken“…. Weiterhin strikt verweigert wird, die Kompetenzerweiterung in den Berufen des GuKG finanziell abzugelten. Nur die Diplomierten sollen lächerliche magere paar Euro monatlich dazubekommen.

Zurecht hat das gewerkschaftliche Verhandlunsgteam einstimmig beschlossen, auf diesen Affront mit der Einleitung von Kampfmaßnahmen und Warnstreiks zu antworten!

„Kräftige Lohnerhöhungen & Arbeitszeitverkürzung erreichen wir sichtlich erst mit massivem Arbeitskampf!“ KOMintern-AK-Räte Selma Schacht und Can Tohumcu

Arbeitszeitverkürzung JETZT!

Denn unsere Arbeit wird immer intensiver. Für viele ist es schon jetzt körperlich und psychisch unmöglich, Weiterlesen

KV Bildungsbereich: Online-Petition gestartet!

Bald beginnen die Kollektivvertragsverhandlungen im privaten Erwachsenenbildungsbereich. In diesen Verhandlungen wird über die Arbeitsbedingungen in Firmen wie BFI, Mentor, ibis acam, …., von Unterrichtenden, TrainerInnen u.a. verhandelt.  protestaktion_deutschlehrende1
Die Unterrichtenden  der Basisinitiative “Deutschlehrende in der Erwachsenenbildung” (DiE) hat dazu eine Petition gestartet. So soll den BetriebsrätInnen der Betriebe mit Nachdruck mitgeteilt werden, dass sie für eine qualitativ hochwertige Arbeit mehr Vorbereitungszeit und höhere Löhne fordern und  so dicht hinter ihnen stehen wollen, dass sie keinen Schritt zurückweichen.
Die gesammelten Unterschriftenlisten werden am Di., 13.02. bei der BABE-Betriebsräte-Konferenz, im Rahmen einer Aktion übergeben. Alle sind eingeladen, mitzumachen, Transparente zu malen oder A3-Zettel zu beschreiben. Bereits im Vorfeld der Kollektivvertrags sind alle aufgerufen, mit den Betriebsräten und v.a. KollegInnen über die Forderungen, die im Raum stehen, zu sprechen.
Der erste Schritt dazu ist die Petition: Bitte druckt sie aus uns lasst KollegInnen zahlreich unterschreiben. Selbst 1-2 Unterschriften auf einer Liste zählen. Schickt sie gescannt oder abfotografiert bis spätestens 12.2.2018 an  agpetition@lists.riseup.net