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Monats-Archive: November 2017

KV-Verhandlungen Soziales: Info- & Aktionsabend 5.12.

soziale arbeit ist gold wert
Gemeinsam aktiv werden für mehr Personal, bessere Bezahlung und eine echte Arbeitszeitverkürzung!
  • Was erwartet uns bei den KV-Verhandlungen?
  • Wie können wir uns einbringen?
  • Welche Aktionen machen wir?

Info- und Aktionsabend der Initiative “Sozial, aber nicht blöd”

am 5.12. um 19:00 im „Amerlinghaus“, Stiftgasse 8, 1070 Wien

DSA Selma Schacht, Aktivistin von „Sozial, aber nicht blöd“ und Betriebsratsvorsitzende in einem großen Sozialbetrieb, ist bei den SWÖ-KV-Verhandlungen mit dabei. Sie wird uns erzählen, welche Forderungen gestellt werden und wie solche Verhandlungen ablaufen. Gemeinsam überlegen wir, was wir tun können!

Im Rahmen der  Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die  „Sozialwirtschaft Österreich“ –SWÖ, Caritas, Diakonie ua. geht es um die Bezahlung von allen in dieser Branche Beschäftigten – PflegerInnen, SozialarbeiterInnen, BehindertenbetreuerInnen, und vielen mehr.
Am 27.11. haben die verhandelnden Gewerkschaften GPA-djp und vida das Forderungspapier für den SWÖ-KV übergeben: Sie wollen bei diesen KV-Verhandlungen eine 35-Std.Woche bei vollem Lohn und Gehalt erreichen.

Dieser Schritt ist überfällig!

Unsere Arbeit im Sozialbereich ist sehr intensiv geworden. Für viele ist es schon jetzt körperlich und psychisch unmöglich Weiterlesen

Nein zum Stellenabbau bei Siemens

Solidarität mit den Siemens-Kolleginnen und -Kollegen – weltweit! Kundgebung gegen Siemens Arbeitsplatzabbau
Der Siemenskonzern fuhr in den letzten fünf Jahren mehr als 20 (!) Milliarden Euro Nettogewinn ein. Als Dank an seine Arbeiterinnen und Arbeiter ist man in der Chefetage gewillt, knapp 7.000 Stellen weltweit abzubauen!

Gut die Hälfte davon sollen allein in Deutschland gestrichen, ganze Betriebe dichtgemacht werden. Und auch der Standort Österreich bleibt davon nicht unverschont! So fallen der Profitmaximierung der Siemens-Großaktionäre allein in Wien 200 Jobs zum Opfer!

Wir sagen Schluss damit! Statt Arbeitsplatzvernichtung muss eine Arbeitszeitverkürzung mit einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich her!

Denn eine flächendeckende Durchsetzung der Arbeitszeitverkürzung auf eine 35-Stunden-Woche als ersten Schritt einer radikalen Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden brächte alleine gut 180.000 zusätzliche Arbeitsplätze Weiterlesen

Den Arbeitsplatz zurück erobern – und die Welt!

Den Arbeitsplatz zurück erobern – und die Welt!
Seit der Protestkampagne gegen sexuelle Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz, die sich am Fall Harvey Weinstein entzündet hatte, schlagen uns in den Medien Tag für Tag weitere neue Fälle der weltweit ungebrochenen Erniedrigung von und Gewalt gegen Frauen entgegen. Der 25. November, Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, steht denn auch im Zeichen des weltweiten Kampfs gegen Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegen Frauen und Mädchen. Frauen protestieren

Bis dato bestimmten vorrangig der Feminizid der Mörderbanden des „IS“, über die Massenvergewaltigungen in Indien, die (Genital-)Verstümmelungen in anderen Regionen, oder Sexualverbrechen von Flüchtlingen die mediale Berichterstattung.

Mit „#MeToo“ rückte nun jedoch vielmehr die „gesellschaftliche Mitte“ und das unseren Alltag bestimmende, „westliche“ patriarchale System ins Zentrum.
Sexualisierte Übergriffe, sexuelle Nötigungen und Gewalt: vom EU-Parlament über nationale Parlamente quer durch alle politischen Ämter, über die Glitzerwelt Hollywoods bis ins Sportbusiness. Gleichzeitig zeigt sich selbst darin „nur“ die Spitze des Eisbergs.

Sexuelle Belästigung und patriarchale Enthemmungen sind alles andere denn aufs Showbusiness oder die Politik beschränkt, sondern – vom abschätzigen „Schatzi“, übers Begrapschen, zum sexuellen Übergriff und körperlicher Gewalt – bittere Realitäten des Arbeitsalltags von Frauen.

So gehen denn auch Tag für Tag tausende Frauen unter der Losung „Den Arbeitsplatz zurück erobern“ und „#MeToo“ („Ich auch“) auf die Straße bzw. in die Öffentlichkeit der sozialen Medien.

Jede dritte Frau EU-Europas erleidet seit dem 15. Lebensjahr körperliche bzw. sexuelle Gewalt. Und die Dunkelziffer Weiterlesen

Lohnschere bekämpfen – handeln im Handel!

Die geschlechtsspezifische und geschlechterdiskriminierende Arbeitsteilung und Lohnschere im Kapitalismus zeugt nach wie vor von dessen patriarchaler Struktur und Verfasstheit.lohnschere

Statistisch gesehen arbeiten Frauen in Österreich so denn auch bereits seit 13. Oktober (dem heurigen Equal Pay Day) gratis bis zum Jahresende. Und die heimische Lohnschere zwischen den in Lohn und Brot stehenden Kolleginnen und ihren männlichen Kollegen ist noch viel beschämender als gemeinhin zur Kenntnis genommen. Hier schneidet Österreich – wie die heute veröffentlichen Eurostat-Daten der EU-Kommission wieder einmal  belegen – vielmehr auch im internationalen Vergleich besonders schlecht ab: und weist aktuell die vierthöchste Lohn- und Gehaltskluft zwischen Frauen und Männern in Europa auf.

Diesen Mittwoch geht es in der 3. KV-Verhandlungsrunde im Handel gleichzeitig erstmals ans Eingemachte: Weiterlesen

Leiharbeit: Schein & Sein einer Branche

leiharbeit_karikatur
Die Leiharbeit nimmt permanent zu, ja sie ist insgesamt sogar der seit Jahren am schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich Österreichs. Und sie ist eine Branche der Tricksereien und grasierenden Missbräuche.  Nicht zuletzt aufgrund der besonders schwer zu kontrollierenden Einhaltung ihrer gesetzlichen und kollektivvertraglichen Regeln. Die Leiharbeitsfirmen und Beschäftigerunternehmen sind zu beinahe jedem Schindluder bereit, um sie als „Billigarbeit“ oder ständige  „zweite Belegschaft“ neben der Stammbelegschaft zu missbrauchen. Dagegen hilft im Interesse sowohl der Leiharbeitskräfte wie auch der Stammbeschäftigten nur die vereinte Solidarität!

Gleichzeitig vollzog sich ein radikaler „Funktionswandel“. Ursprünglich mit dem Argument der „kurzfristigen Abdeckung der Produktionsspitzen“ eingeführt, mutiert die Leiharbeit immer mehr zur langfristigen und strukturellen „Überlassung“, sprich der Zurverfügungstellung von Arbeitskräften an Dritte:

  • aufgrund von Ausgliederungen seitens der Gebietskörperschaften (z.B. in Spitälern, Reinigung, …)
  • oder um den Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst auszutarieren
  • sowie um im Konzerninteresse einzusparen, gültige KV-Regelung zu umgehen (z.B. Kündigungsfristen), die Belegschaften zu spalten Weiterlesen

Sozial, aber nicht blöd: Kämpfen für AZV

Die, von KOMintern seit Jahren aktiv mitgetragene, Initiative “Wir sind sozial, aber nicht blöd“nutzte am Montag die Enquete von Gewerkschaften und Arbeitgebern “Arbeitszeit: Was geht? Was zählt?”, um in diesem Rahmen und vor rd. 150 TeilnehmerInnen – vor allem BetriebsrätInnen und Beschäftigte – die erste Charge an Unterschriften für Arbeitszeitverkürzung zu übergeben. AZ-Enquete_13-11-2017

Obwohl die Übergabe an Klaus Zenz für die Gewerkschaftsspitze in der zweiten Hälfte der Veranstaltung stattfand, waren es die KollegInnen der Initiative, die erstmals das Wort “Kampfmaßnahmen” in den Mund nahmen – und dafür spontan Applaus ernteten. In einem kurzen Statement stellten sie die Basisinitiative vor und betonten, dass gute Argumente sowie Zahlen, Daten und Fakten zwar sinnvolles Wissen sind, aber in keinster Weise zu Arbeitszeitverkürzung führt – sondern es dazu die Mobilisierung der Beschäftigten braucht.

Diese Übergabe Weiterlesen

Jetzt: KV-Turbo im Handel zünden!

Jetzt: KV-Turbo im Handel zünden!
„Der Handelsturbo ist gestartet“ frohlockte Handelsunternehmer-Obmann Peter Buchmüller jüngst euphorisch! Und der Turbo bleibt gezündet und hält die Geschwindigkeit – ja, nimmt sogar noch weiter Fahrt auf. kassazettel_2017-web

Die Wirtschaftswachstumsprognosen werden am laufenden Band weiter nach oben erhöht und die Konsumnachfrage steigt von Quartal zu Quartal kontinuierlich an. Dabei konnte der Lebensmittelhandel (steht allein für ein gutes Drittel des Gesamthandelsumsatzes) seinen Umsatz bereits im ersten Halbjahr um satte 5,6% hinaufschrauben. Entsprechend klingeln auch die Kassen der Unternehmer und sprudeln die Gewinnausschüttungen an die Eigentümer.

Gleichzeitig bleibt der Handel, mit seinem Mindestgehalt von (aktuell) 1.546 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte (bzw. von 1.600 Euro ab 1. Dezember bei Umstieg auf den neuen, reformierten Handels-Kollektivvertrag) eine Niedriglohnbranche.
Und bei rund drei Viertel weiblichen Beschäftigten im Einzelhandel eine Frauenbranche mit einer Vielfalt struktureller Benachteiligungen. So ist denn auch die Fluktuation in der Branche  mehrheitlich weiblich und verschärfen die nicht angerechneten Zeiten die Einkommensunterschiede weiter.
Aufgrund des „sozialpartnerschaftlichen“ Kuhhandels Weiterlesen

Sich abzeichnender fauler Kompromiss Metall:

Anton Benya von den Füßen auf den Kopf gestellt? Anton-Benya-bearbeitet-kl
Nach der vollmundigen Ausgabe des Kampfziels von 4% mit begleitendem Säbelrassel-Ritual ohne ernsthafter Substanz dahinter, stehen die Zeichen bereits wieder auf Kleinbeigeben.

Diverse KommentatorInnen haben dafür unter der Hand sogar eine versteckte Uminterpretation der sogenannten „Benya-Formel“ ersonnen, um den Verrat und Verkauf der Arbeitenden auf dem Altar der „Sozialpartnerschaft“ mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verkleistern.

Denn eigentlich sind die seitens der Gewerkschaften ausgegebenen 4% in Wirklichkeit ohnedies ein verhaltenes Kampfziel. Hätten PRO-GE und GPA-djp die, von ihnen früher wie eine Monstranz vor sich hergetragene, lohnpolitische „Benya-Formel“ veranschlagt, schaute das beschworene „Klingeln im Geldbörsel“ nämlich – wie von uns bereits zuletzt ausgeführt – noch ganz anders aus.

Die (nach dem langjährigen, ehemaligen ÖGB-Präsidenten benannte) lohnpolitische Formel (zu Kritik an dieser KOMpass 11) besagte nämlich: die jährliche Lohnerhöhung habe den Anstieg der Lebenserhaltungskosten (die Inflationsrate) auszugleichen plus den halben Wert des Produktivitätszuwachses zu umfassen. Damit läge man heuer nahe der 5%.

Nun zeichnet sich jedoch  – „Wir für 4“ hin, „Wir für 4“ her -, ein Einschwenken auf irgendetwas mit 3 Komma xy% ab. Findige Weiterlesen

Konsequent bleiben: Streik für 4!

METALL-KV: KONSEQUENT BLEIBEN: STREIK FÜR 4!
KOMintern-Flugi_Metall_04_Streik-fuer-4_A5
* Kein Zurückweichen unter 4% auf alle KV- und IST-Löhne & Gehälter, kein Abrücken, keine faulen Kompromisse!
* Es ist Zeit, nicht mehr bloss pro forma mit dem Säbel zu rasseln, sondern den Arbeitskampf – gemeinsam durch alle Fachverbände – offen aufzunehmen!
* Zeigen wir ihnen die „rote Karte“: Auf in flächendeckende Arbeitsniederlegungen und einen konsequenten Streik für 4!
* Setzen wir – auch branchenübergreifend – ein kräftiges Zeichen gewerkschaftlicher Handlungsmacht und Kampfkraft!