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Monats-Archive: Oktober 2016

Gratis arbeiten?!

Statistisch gesehen arbeiten Frauen mit 11.Oktober, dem österr. Equal Pay Day 2016, gratis bis zum Jahresende. Frauenzeichen2

Die Schere zwischen den Löhnen und Gehältern von Frauen gegenüber Männern klafft ungebrochen auseinander. In Lohn und Brot stehende Kolleginnen verdienen nach wie vor um 23% – fast eine Viertel! – weniger als ihre männlichen Kollegen. Womit (ganzjährig vollzeitbeschäftigte) weibliche Werktätige über das Jahr im Durschnitt volle 11.596 Euro weniger verdienen! Trotzdem sie etwa bei den Bildungsabschlüssen nicht nur aufgeholt, sondern ihre männlichen Kollegen sogar bereits überflügelt haben.

Und die österreichische Lohnschere ist noch viel beschämender als gemeinhin bekannt. Hier schneidet Österreich vielmehr auch international besonders schlecht ab – und belegte zuletzt den vorletzten Platz in Europa.

Um noch eine Facette trister ist die Lage unserer Kolleginnen mit Migrationshintergrund, die Weiterlesen

Den Knillchen einen Strich durch die Rechnung!

Und alle Jahre wieder: Der Rammbock der österreichischen Unternehmerverbände, der FMMGI (Fachverband der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie), mit Ober-Provokateur Christian Knill als Figur an der Spitze wird erneut seiner Rolle gerecht. KOMintern-Flugi_Metall-KV_2016_web

Zur Erinnerung: Vor drei Jahren gingen die vormals FMMI-Vertreter, anstatt die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 12 Monate zugrunde zu legen, ernstlich mit der für sie günstigeren monats-aktuellen Teuerungsrate in die KV-Verhandlungen – um die Lohnerhöhungen unter die Inflationsrate zu drücken. Das Jahr drauf unternahmen sie in einer geradezu grotesken Argumentation wiederum den sozial-ökonomischen Voodoo-Versuch, anstatt der üblichen Teuerungsrate (erstmalig) einen EU-Schnitt zugrunde legen zu wollen – lag die heimische Inflationsrate schon das fünfte Jahr infolge über dem Durchschnitt des Euro-Raums. Letztes Jahr torpedierten die Knillche aufgrund der seitens der Gewerkschaft geforderten Neuregelung einer 6. Urlaubswoche den KV-Auftakt dann zunächst überhaupt. Erst als deren, eigentlich längst überfällige gesetzliche Neuregelung per Machtspruch der „sozialpartnerschaftlichen“ schwarz-roten Minister vom Tisch gefegt wurde, bequemten sich die Industrievertreter an den Verhandlungstisch – um sich schlussendlich auf breiter Front durchzusetzen.

Ganz so harsch geht es heuer (noch) nicht zur Sache, zumal Pro-Ge und GPA-djp zu Sommerbeginn nach monatelangen Verhandlungen in Sachen Flexibilisierung der Arbeitszeit eingeknickt sind Weiterlesen