Die klassenkämpferische Kraft!
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Monats-Archive: Mai 2016

RB: Salzburger Festspiele des Society-Kapitals: 2. Akt

Der gestrige gewerkschafts- und arbeiterfeindliche Affront des Servus TV-Eigentümers Dietrich Mateschitz, den TV-Kanal aufgrund einer vermuteten Initiative zur Gründung eines Betriebsrates dicht zu machen, fand heute mit einer Groteske seine Fortsetzung. theater

Nach einem „konstruktiven Gespräch“ mit Gewerkschaft und Arbeiterkammer in „gegenseitigem … Verständnis der jeweiligen Positionen und Standpunkte“, schlüpften die „Arbeitnehmervertretungen“ denn auch sogleich in die Rolle der Komparsen und nehmen hinkünftig still und leise auf den hinteren Zuschauerrängen Platz – aktive Gewerkschaftsarbeit weit von sich weisend: „Wir mischen uns von außen nirgendwo ein“. Die Belegschaft wiederum unterlässt es, die Bühne zu betreten. Dafür lässt der Dosen-Patron den Vorhang nicht fallen und führt den Sender weiter. Was nebenbei beweist, dass finanzielle Aspekte mitnichten im Vordergrund standen. Stritt die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung einst noch heftig um die mögliche Katharsis (die seelische Reinigung als Wirkung von Tragödien) infolge aufgeführter Bühnenstücke oder realer Dramen, applaudiert deren heutige Führungs-Generation auch noch devot der eigenen Selbstdelegitimation wie des neuen Akts der Ramponierung, Untergrabung bis offenen Zertrümmerung der Arbeits- und Kampfbedingungen – und sagt zum Abschied leise Servus.

Ändern wir die Regie und übernehmen wir die Bühne sowie das ganze Theater in Text und Geist des „Roten Wedding“:
„Hier wird nicht gemeckert, hier gibt es Dampf
denn was wir spielen, ist Klassenkampf …!“

 

Podiusmdiskussion: Kämpfe der ArbeiterInnenklasse…

Die Zeiten für die Werktätigen werden immer rauher. Die Arbeits-, Lebens- und Kampfbedingungen geraten unter zunehmenden Druck. Parallel tendieren die Gewerkschafts-Spitzen mehr und mehr nach rechts. Vor diesem Hintergrund findet diese Woche eine Veranstaltungsreihe der ATIGF, mit Beiträgen von KOMintern zur Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, statt:atigf-veranstaltungsreihe

Podiumsdiskussion(en): Im 30. Kampfjahr der ATIGF
unter bes. Berücksichtigung der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit

Do., 5. Mai, 15.00 Uhr in Neunkirchen
Dr. Stockhammergasse 19, Neunkirchen

Fr., 6. Mai, 18.00 Uhr in Wien
Wielandgasse 2-4, 1100 Wien

Sa., 7. Mai, 17.00 Uhr in Linz
Melicharstr. 8, 4020 Linz

So., 8. Mai, 14.00 Uhr in Innsbruck
im Sozialzentrum Tivoli, Adele-Obermayr-Str. 14

Stutzen wir Mateschitz die Flügel!

Mit einem Paukenschlag gab Red-Bull Multimilliardär Dietrich Mateschitz, vom Forbes Magazine mit einem Vermögen von 13,2 Mrd. $  auf Platz 64 der Weltreichenliste geführt,  heute das Aus des Senders „Servus-TV“ bekannt.red-bull-dose

Als endgültiger Anlass den stotternden Sender einzustellen und dessen 264 MitarbeiterInnen per Handstreich auf die Straße zu werfen, führte der High Society Tausendsassa unumwunden die Initiative zur Gründung eines Betriebsrats bei Servus TV an. Ein solcher widerspräche nach Ansicht des Finanzmoguls der „Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Unbeeinflussbarkeit“ des Senders, weshalb eine Betriebsratsgründung (sprich: das basalste demokratische Recht der Beschäftigten) den TV-Kanal „nachhaltig beschädigt“ hätte. Betroffen von dieser Unverfrorenheit sind über die unmittelbaren TV-MitarbeiterInnen auch jene der zugehörigen Produktionsfirmen, wie etwa der hauseigenen Terra Mater, welche die Dokumentation des Kanals drehte. Zusammen mit den anderen gewerkschafts- und arbeiterfeindlichen Seitenblicke-Figuren des Finanzadels wie Lauda, Lugner und Konsorten, erweist sich der Dosenproduzent damit als reaktionärer Rammbock des heimischen Kapitals.