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Monats-Archive: Februar 2016

Österreich: Lohnschere klafft ungebrochen weit auseinander!

Kurz vor dem Internationalen Frauentag veröffentlichte „Eurostat“ dieser Tage die aktuellsten Daten zur Lohnschere. lohnschere

Und diese zeigen nachdrücklich: Die Schere zwischen den Löhnen und Gehältern von Frauen gegenüber Männern schließt sich nach wie vor nicht – trotzdem Frauen etwa bei den Bildungsabschlüssen nicht nur aufgeholt, sondern ihre männlichen Kollegen sogar bereits übertroffen haben.

In Lohn und Brot stehende Kolleginnen verdienen gemäß dem aktuellen Vergleich der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste in der Privatwirtschaft nach wie vor um rund 23% (genauer 22,9%) –  fast ein Viertel! –  weniger als ihre männlichen Kollegen.

Und die österreichische Lohnschere ist noch viel unrühmlicher als Weiterlesen

27.2., 14.00: Demo Alevismus in Österreich

Für die religiöse Anerkennung des Alevismus!
Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht!
Das Alevitentum ist ein eigenständiger Glaube!
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Angesichts des Kampfes der Föderation der Aleviten Gemeinden in Österreich (AABF) um ihre Anerkennung als eigenständige Religionsgemeinschaft unterstützen wir die Demonstration der AABF am 27.2.2016.

Treffpunkt: 14:00 Uhr Minoritenplatz (vor dem Bundeskanzleramt)

Die alevitische Religion hat sich zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert im Zuge der zentralasiatischen Völkerwanderungen vom Iran aus bis nach Anatolien als eine eigenständige Glaubensrichtung verbreitet. Im Laufe des 13. Jahrhunderts begann sich der Alevismus zu organisieren und zu institutionalisieren.

Die alevitischen Dichter und Gelehrten stellten dabei bereits vor Jahrhunderten den Menschen in den Mittelpunkt und traten für ein friedvolles Zusammenleben aller Völker ein. Aufgrund dessen erklärten die Machthaber zu allen Zeiten den Alevismus zu einer feindlichen Glaubensrichtung wie zu bekämpfenden ideengeschichtlichen Tradition, und ihre Vertreter zu Menschen, die den Tod verdienen. Von Mehmed Ebussuud wiederum gab es im 16. Jh. denn auch die berühmt-berüchtigte Fatwa, die Aleviten seien die minderwertigsten Menschen, die es überhaupt gibt.

Dementsprechend sahen sich die Aleviten zeit ihrer Geschichte blutigen Massakern ausgesetzt. „Zuletzt“ etwa dem vom türkischen Fernsehen live übertragenen Sivas-Massaker von 1993, dem Dutzende AlevitInnen zum Opfer fielen. Eine Kette an Gemetzel, die sich in der jüngeren türkischen Geschichte vom Dersim-Massaker 1938 mit seinen über 120.000 Hingemordeten, über die Massaker von Maras 1978, Corum 1980 bis zu Gazi 1995 zieht.

Gleichwohl gaben die AlevitInnen ihren Glauben und Widerstand gegen Unrecht und mannigfache Formen der Unterdrückung historisch und aktuell nie auf. Weiterlesen

KOMintern-Frühjahrs-Schulungszyklus: Ökonomische Grundzusammenhänge

Die Volkswirtschaftslehre ist überwiegend einseitig, vielfach höchst irreführend. Und doch ist sie mehr als Ideologie, benennt in ihrer durchgearbeitetsten Gestalt reale ökonomische Zusammenhänge, die man auch aus gewerkschaftlicher Sicht kennen sollte. Beiden Aspekten – also sowohl ihrer realen Einsichten in die Funktionsweise der Wirtschaft wie der notwendigen Kritik aus Sicht der marxistischen Politischen Ökonomie –, gilt es sonach Rechnung zu tragen.KOMintern-Schulungszyklus-cover
  •  19.Februar:   Grundbegriffe d. Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswachstum und Verteilung
  •  4.März:   Unterschiedliche Ansätze in d. Lohnpolitik
  •  1.April:   Kapitalismus und Arbeitslosigkeit
  •  im Mai:   Das Schlagwort der „Standortkonkurrenz“
jeweils Freitag, 18.30 UhrStollgasse 1, 1070 Wien

Skripten und Unterlagen werden zur Verfügung gestellt.

Was sind die wichtigsten Grundbegriffe der VWL? Was charakterisiert Wirtschaftswachstum? Wie berechnet sich das BIP? Wie teilt es sich zwischen den Klassen auf? Wie wird es (um-)verteilt? Weiterlesen

Rise up for your Right!

Neben dem Internationalen Frauentag und dem „Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ etabliert sich „One Billion Rising“ mittlerweile als dritter weltweiter Kampftag unseres gemeinsamen Aufstehens gegen Gewalt an und Diskriminierung von Frauen und Mädchen.Frauenzeichen2

Allen, die auch nur oberflächlich die Zeitungen durchblättern, sollte die weltweit  vorherrschende offen aggressive Gewalt bewusst sein. Vom Feminizid der Mörderbanden des „IS“, über Massenvergewaltigungen in Indien, die (Genital-)Verstümmelungen in anderen Regionen, zu den Mißhandlungen, häuslichen Gewaltexzessen und Vergewaltigungen in Österreich. Von den massiven Anti-Abtreibungs-Kampagnen in Polen über Spanien und die USA.

Jede dritte Frau EU-Europas erleidet so seit dem 15.Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt. Und die Dunkelziffer von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, Misshandlungen und Gewalt ragen noch um vieles über die offiziell benannten 62 Mio. Frauen in der EU hinaus.

Noch unberücksichtigt der versteckteren Formen Weiterlesen

Veranstaltungen zum Februar 1934 in Wien

Brigittenau: Gedenkkundgebung Februar 1934 und Josef Gerl12februarplatz-236x137

Am 12. Februar 2016 jährt sich der Beginn der bewaffneten Widerstandskämpfe gegen den Austrofaschismus zum 82. Mal. Wie in den vergangenen Jahren rufen wir zur gemeinsamen Gedenkkundgebung in Wien-Brigittenau auf.

Treffpunkt: Freitag, 12. Februar 2016, 14.45 Uhr, 1200 Wien, Maria-Restituta-Platz (vor der Millenium City, U6/S-Bahn Handelskai)

Route: Marsch zum Josef-Gerl-Hof (Eingang Vorgartenstraße 34-40; Zwischenkundgebung) sowie zum Höchstädtplatz (Mahnmal gegen Faschismus, Rassismus und Krieg; Schlusskundgebung)

Ottakring: Februar 1934-Vorträge & Feier mit Chris Peterka

Anlässlich des 82. Jahrestages Februarkämpfe von 1934 unternehmen wir eine inhaltliche Beleuchtung der Ereignisse, ihrer Vorgeschichte, Hintergründe und internationalen Zusammenhänge. Im Rahmen der Veranstaltung stehen historische, politisch-theoretische Vorträge und kulturelle Beiträge auf dem Programm. Im Anschluss spielt und singt Chris 4er Peterka revolutionäre und widerständige Lieder.

Freitag, 12. Februar 2016, 19.00 Uhr, Ort: OABV-Lokal, 1160 Wien, Rankgasse 2/Ecke Huttengasse (U3/S-Bahn Ottakring)

6.2.: DEMO: Aufstehen und Widersetzen – Nein zum Burschenbundball!

Demonstration gegen den Linzer Burschenbundballwebbanner-nobbb-2016
Samstag, 06. Februar 2016, 16:30 Uhr
Treffpunkt: Hauptbahnhof Linz/LDZ

Auch 2016 findet wieder der deutschnationale Burschenbundball im Palais des Kaufmännischen Vereins in Linz statt. Am 06. Februar treffen sich schlagende Burschenschafter mit ihrem rechtsextremen Gefolge aus ganz Österreich, um gemeinsam auf dem Parkett das Tanzbein zu schwingen. Schon längst zählt der Burschenbundball neben dem Wiener Akademikerball zu einer der wichtigsten und größten Festlichkeiten der extremen Rechten. Aber nicht nur deutschtümmelnde Ewiggestrige kommen bei diesem Ball auf ihre Kosten, beim Linzer Burschenbundball wird schon seit Jahrzehnten zelebriert, was sich nun auch in der oberösterreichischen Landespolitik zusammengefunden hat: FPÖ und ÖVP in trauter Zweisamkeit!

Dagegen wollen wir unseren Unmut kundtun! Als Bündnis „Linz gegen Rechts“ rufen wir Weiterlesen

> 100.000 Millionäre : > 500.000 Arbeitslose

Das kapitalistische System umwälzen & umwerfen!

Während die Profite munter vor sich hin sprudeln und der Reichtum im Land regelrecht explodiert, schießt die Arbeitslosigkeit immer weiter durch die Decke, wie die heute veröffentlichten AMS-Daten abermals belegen.

Anlass für KOMintern, dem scheidenden wie künftigen Sozialminister und den Adepten der gegenüber dem Sozialministerium residierenden Wirtschaftskammer unsere Wut ob dieses gesellschaftlichen Skandals sichtbar vor die Nase zu setzen und unsere Klassenkampf-Perspektive entgegenzuhalten!

Kampf der Arbeitslosigkeit!

Mit aktuell über einer halben Million Arbeitsloser hat die seit Jahren regelrecht durch die Decke schießende Arbeitslosigkeit im Land ein abermaliges, trauriges Rekordhoch der Zweiten Republik erklommen.KOMPASS_12_22012016_DRUCK.indd
Und eine „Entspannung“ ist nicht in Sicht. Im Gegenteil! Der Tiefpunkt ist noch längst nicht erreicht. Dazu rutscht Österreich zunehmend auch im internationalen Vergleich ab.

Diese halbe Million Arbeitslose bedeuten allerdings nicht „nur“, dass jede/r zehnte Werktätige im Land erwerbslos ist: gerade noch so über die Runden kommt, in entwürdigenden Abhängigkeiten steht und vielfach von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen ist. Sondern sie schlägt auch mit ihren Begleiterscheinungen mit voller Wucht zu: Lohndruck und Lohndumping, zunehmender Druck auf die bestehenden Arbeitsverhältnisse, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Aushöhlung erkämpfter Weiterlesen