Die klassenkämpferische Kraft!
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Monats-Archive: Mai 2015

Das politische “Fallgesetz”

Je größer der Hochmut und die Selbstgefälligkeit – desto tiefer der klassenverräterische Fall!

Nachdem die unlängst vorgelegten Berechnungen Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler die umrankte Mär der angeblich „größten Steuerreform aller Zeiten“ auch im Detail zerpflückten und nachwiesen, dass die Entlastungseffekte der Lohnsteuerreform in spätestens zwei, drei Jahren wieder verpufft sind und die Löhne und Gehälter danach wieder dieselbe steuerliche Belastung erreichen werden wie 2009 – belegen die aktuell vorgelegten Berechnungen des IHS (Institut für Höhere Studien) parallel dazu noch einmal in aller Eindringlichkeit, dass es sich im Kern um eine Lohnsteuerreform für Spitzenverdiener, rote Prokuristen und schwarze Hofräte handelt.

So werden den neuesten Berechnungen des IHS zufolge vor allem die Haushalte des oberen Drittels von der paktierten Lohnsteuerreform profitieren, während ums Alltägliche ringende Arbeiterhaushalte niedrigen Einkommens sowohl real wie auch prozentuell lediglich ein paar Brosamen im viel strapazierten Börsl bleiben werden.

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Wenig Glanz in Swarovskis Kristallwelt

Hinter der glitzernden Fassade des Tiroler Kristallherstellers D. Swarovski KG entpuppt sich auch dieses Unternehmen als beinharter, auf Profitmaximierung und Arbeiterausbeutung orientierter kapitalistischer Konzern.Swarovsky_Lizenz CC BY-SA 3.0,wikipedia-klein

Als solcher beschäftigt er weltweit rund 25.000 Arbeiter und Angestellte und erzielt einen jährlichen Umsatz von ca. 3 Milliarden Euro. Schon seit Beginn der Krise und insbesondere seit 2009 wurde die Produktionsverlagerung aus dem Unterinntal nach Indien und China forciert. 2011 wurde  begonnen, um 15 Millionen Euro ein neues Werk im serbischen Subotica zu errichten, das seit Januar dieses Jahres in Betrieb ist. Für den Standort Wattens, wo noch an die 5.000 Menschen arbeiten, bedeutet das den weiteren kontinuierlichen Stellenabbau. Seit Ende 2007 wurden bereits über mehrere Kündigungswellen hinweg annähernd 2.000 Beschäftigte auf die Straße gesetzt, bis Ende 2014  weitere 200, wovon v.a. Frauen und Leiharbeiter betroffen sind. Da das Werk in Serbien erst 2016 in Vollbetrieb geht, ist die Fortsetzung dieser Entwicklung absehbar. Jeder kann sich ausrechnen, was dies für Wattens und die gesamten Bezirke Innsbruck-Land und Innsbruck-Stadt heißt. Weiterlesen