Die klassenkämpferische Kraft!
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Es reicht! Für kräftige Gehaltserhöhungen im Handel!

Handelsflugi_WEBDenn es gibt was nachzuholen! Mit dem Einkommen muss man auch auskommen können.

Mehr Einkommen bedeutet für uns höheren Lebensstandard und mehr Konsummöglichkeiten. Dies sichert Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze – gerade im Handel!

Weil die Haushalte mit geringerem Einkommen anteilsmäßig mehr Geld für Wohnen und Nahrungsmittel brauchen, als Haushalte mit hohem Einkommen, müssen die niedrigen Einkommen stärker erhöht werden – daher die Gehaltserhöhung um einen Fixbetrag für jede/n Beschäftigte/n.

Kollektivverträge haben den Sinn, dass es einheitliche Gehälter gibt. Es gibt daher in einer Branche keine Lohnkonkurrenz. Höhere Gehälter für alle ändern daher nichts an der Konkurrenzsituation.

Die Kosten der Geschäftslokale und die Einkaufspolitik machen die Konkurrenzfähigkeit aus, nicht die Gehälter. Wenn der Umsatz pro Beschäftigten zu gering ist, so sind nicht die Beschäftigten daran schuld, sondern eine falsche Einkaufs-, Preis- und Standortpolitik, also Managementfehler!

Niedermeyer und Schlecker sind ja nicht gescheitert, weil sie ihren Angestellten so hohe Gehälter bezahlt haben, sondern weil das Management die Entwicklungen des Marktes verschlafen hat, und daher das Geschäftsmodell gescheitert ist. Managementfehler durch Lohndumping lösen zu wollen, ist ein Irrweg.

Die gute Lage des Handels beweisen auch die Gewinnausschüttungen – mit rund 650 Mio. Euro im Vorjahr 2012 und voraussichtlich 635 Mio. Euro heuer ist in diesem Bereich Kontinuität und Stabilität angezeigt.
Die Eigenkapitalrentabilität des Handels war die letzten Jahre äußerst solide und die zweithöchste hinter der Sachgütererzeugung. Die Eigenkapitalquote ist ebenfalls recht gut.
Bereits mit dem 4. Quartal 2013 gewinnt die Wirtschaft wieder etwas an Kraft, und die Konjunktur wird sich der WIFO-Prognose zufolge 2014 weiter erholen, das Wachstum für den Handel, real mit +1,3% beziffert. Eine kräftige Gehaltserhöhung ist daher gerechtfertigt und machbar!

KOMintern fordert:

  • Einen Fixbetrag von 135,- Euro mehr im Monat (bei Vollzeit, aliquot bei Teilzeit)
  • Damit sich das Lohndumping aufhört: einen flächendeckenden Mindestlohn über alle Branchen – gebunden an den Metaller-KV auf Basis 2013 würde er 1652,20 Euro brutto betragen. Dieser Mindestbetrag muss mit der Gehaltserhöhung nächstes Jahr erreicht und schon heuer im Handels-KV verankert werden!
  • 50% Zuschlag für jede Stunde von Mehrarbeit (auch bei Teilzeit)
  • Volle und wirkliche Weiterrechnung der Gehaltserhöhungen während der Karenz und Anrechnung aller Karenzzeiten auf die Gehälter!